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Induktion und Empirismus?
Warum stellt die Induktion ein Problem für den Empirismus dar?
9 Antworten
- Anonymvor 7 Jahren
Induktion bringt fragwürdiges Vorwissen ein.
- leer/vollLv 7vor 7 Jahren
weil man eben nicht von einem einzelfall auf alle fälle schließen kann. ausser man sieht das system dahinter, aber das ist im westlichen denken nicht üblich. der westen denkt horizontal, ursache wirkung, weil dann.
der osten denkt vertikal, hier geht es nicht um ursachen , sondern um resonanz, gleiches zieht gleiches an, wie oben so unten. dann kann man schon von einem symptom auf eine allgemeine wahrheit schließen,. wenn man das symptom zu deuten weiß. das ist für den westen aber völlig unüblich. wenn man keine weisheit hat, gibts halt nur den empirismus und den daran angeschlossenen rationalismus. dh die fakten, das gemessene auswerten. aber eigentlich ist das von anfang an ein blindflug.
das esoterische denken geht im gegensatz dazu von einer allgemeinen, unumstößlichen wahrheit aus, und das fallweise zu erlangende detailwissen ergibt sich daraus von selbst, durch sinnliche oder innere erfahrung. die aber dann nicht mehr weiter interpretiert werden muss, weil sie schon ihren platz hat im geschlossenen system des senkrechten denkens der hermetik.
conclusio - empirismus ist etwas für spirituell blinde.
- vor 7 Jahren
Umgekehrt würde ich meinen Empirismus (Sinneserfahrungen / Beobachtungen ) stellt Problem für die Induktion dar.
David Hume Induktionsproblem von einer nicht unendlichen Anzahl von Beobachtungen auf eine allgemeine Regel schließen. Alle bisherigen Schwäne waren weiß, also alle Schwäne sind weiß, gilt so lange bis man z. b. in Australien einen schwarzen Schwan. (das klassische Beispiel)
Oder ein eigenes provokantes Beispiel: Alle mir bekannten Migranten arbeiten schwarz oder klauen, alle Migranten arbeiten schwarz oder klauen.
Durch Induktion entstehen letztendlich Vorurteile, trotzdem weiß auch Hume das wir häufig induktiv schließen, weil es häufig stimmt und vieles vereinfacht. Schubladendenken ist im Alltag häufig ganz hilfreich, trotzdem sollten wir uns auch bewusst sein, dass es auch Ausnahmen geben kann und dann unser induktives Denken nochmal überdenken.
In der Wissenschafsttheorie versucht Karl Raimund Popper das Induktionsproblem mit der Falsifikation zu lösen. Eine These gilt so lange bis sie widerlegt wurde.
Der Unterschied zwischen Induktion, Deduktion und Abduktion ist für deine Frage auch nicht ganz unbedeutend.
Es geht immer um das Verhältnis von Ursache, Wirkung und Regel.
Bei Induktion: Gibt es 2 Beobachtungen a und b , die nicht zwangsläufig miteinander zu tun haben , aber bis jetzt immer gemeinsam auftraten. Woraus wir die Regel folgern wenn a dann b.
Bei der Deduktion, welche das genaue Gegenteil der Induktion ist. Ist die Regel wenn a dann b schon bewiesen und a ist gegeben , also können wir b folgern.
Bei der Abduktion haben wir die Regel wenn a dann b , und b ist gegeben, wir schließen auf a was zwar sein kann aber nicht logisch sein muss.
Die Deduktion ist das einzig wissenschaftlich-logisch begründbare Verfahren, aber Abduktion und Induktion werden für die Hypothesenbildung genutzt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Induktionsproblem
Quelle(n): 1. Semester Philosophie - Wie finden Sie die Antworten? Melden Sie sich an, um über die Antwort abzustimmen.
- Anonymvor 7 Jahren
Weil der Empirismus auf Erfahrung aufbaut. Ist doch logisch.
- Iceland62Lv 5vor 7 Jahren
Aus der empirischen Erfahrung, dass alle von einem selbst jemals beobachteten Schwäne weiß waren, kann man nicht den Schluß ziehen, dass alle Schwäne weiß sind.
Wenn man wie Karl Popper als gebürtiger Europäer einen philosophischen Lehrstuhl an einer Uni in Christchurch (Neuseeland) annimmt, könnte man möglicherweise in Beobachtung der Natur bald bemerken, dass dieser Glaube, dass alle Schwäne weiß sind, ziemlich europäisch ist. In Australien und Ozeanien gibt es nämlich schwarze Schwäne.
Erfahrungserkenntnisse sind immer unvollständig. Man kann sie nicht ohne weiteres - laut Popper gar nicht - verallgemeinern. Gesichertes Wissen ist es nicht, wenn man vom Speziellen auf das Allgemeine schließt. Auch in der Rechtssprechung hinterlassen Indizienbeweise einen fahlen Beigeschmack.
Andererseits hat man, wenn man auf die Empirie verzichtet, größere Probleme mit der Erkenntnis. Es gibt auch einige Philosophen, die diesen Weg beschritten haben, und durch Pseudotiefsinn ihre Anhänger beeindruckt haben.
- FlorelLv 6vor 7 Jahren
beide woerter induktion /empirismus unterliegen , folgen den umwelts-beeinflussungen entsprechend dem eigenem ego der natur - nach ergebend - - vieleicht denkt da jemand anders ? dann bitte - - -
- vor 7 Jahren
Begrife wie komprimieren und komprometieren zB haben solch Probuem net am Tisch ?
ai ai ai einer soll schnellsten Abhilfe .. projektieren (