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Lest ihr eurem Kind regelmässig vor?
Bzw. für die, die keine Kinder haben: Würdet ihr es tun, wenn ihr Kinder hättet?
Als ich klein war, besassen wir ein grosses, gelbes, total kuscheliges Schafsfell mit vielen Kissen und Plüschtieren drauf. Bevor ich dann jeweils ins Bett musste, sassen meine Eltern immer mit mir und meiner Schwester hin und lasen uns etwas vor. Vor allem mein Vater hat uns sehr viel vorgelesen. Michael Ende, Erich Kästner, Astrid Lindgren... alles mögliche. Und als wir noch jünger waren natürlich auch kleine Bücher mit vielen Bildern und Zeichnungen drin.
Das war so ein festes Ritual. Jeden Abend zwischen 20 und 30 Minuten. Mein Vater hat uns manchmal, wenn wir genug lange jammerten und an ihm herumzogen sogar bis zu einer Stunde vorgelesen. Und ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass ich es jeden Abend total genoss und mich auch darauf freute.
Obwohl ich jetzt selbst noch keine Kinder habe, weiss ich, dass auch ich es später bei meinen Kindern so machen werde. Meiner Meinung nach ist das neben Spiele spielen mit seinen Kindern die beste Möglichkeit, seinem Kind/Kindern zu zeigen, wie lieb man sie hat. Das verstehen Kinder auch viel besser, als wenn man ihnen einfach sagt "ich liebe dich", das Licht auslöscht und sich mit dem Partner im Wohnzimmer auf die Couch pflatscht. Daneben gibt es ja auch viele Studien, die belegen, dass Kinder, denen regelmässig vorgelesen wurde, später selber mehr lesen, sich für mehr Dinge interessieren und allgemein mehr Freude und Eifer haben, sich zu bilden.
Manchmal habe ich das Gefühl, dass es in all diesen kaputten Familien, die man im TV immer sieht (z.B. bei der Super Nanny) schon viel besser zu und her gehen würde, wenn die Eltern sich jeden Tag für ihre Kinder Zeit nehmen würden und sich einfach mal mit ihnen hinsetzen und ihnen etwas vorlesen würden.
Was meint ihr dazu?
Wurde euch früher auch vorgelesen? Und wenn ja, was? Habt ihr es in guter Erinnerung?
@ m h:
Verschiedene Erziehungsansätze in Ehren - aber selbst als noch sehr junger Mensch bezweifle ich stark, dass Zwang in der Erziehung zu irgendetwas Produktivem/Konstruktivem führen sollte.
15 Antworten
- willouLv 7vor 1 JahrzehntBeste Antwort
Feine Frage - meinen Stern habe ich gleich gegeben ....
... dann die zehn Antworten gelesen und gedacht, es
ist ja (fast) alles gesagt ... ich geh' dann mal weiter ...
... dann ...***stutz ** ... ** staun ** .... ***überrascht-guck**
.... sind ja 10 Damen, die geantwortet haben .... und alle
bejaht, was jeder ernsthafte Menschen nur bejahen kann.
Und wie wichtig und bedeutsam das Vorlesen ist,
belegen ja zusätzlich große Aktionen ... z.B. in der
ZEIT ... etc. ... wo sich viele viele tausend erwachsene
Vorleser fanden ..... für Kinder .... um ihnen eben vor-
zulesen.
Dann will ich für den Moment mal der "Quoten-Mann"
sein ... (... in der Hoffnung, dass noch einige Männer
folgen) und gerne bestätigen, dass das Vorlesen und
das anschl. Singen über viele Jahre selbstverständ-
liches Abendritual war ....
... nun will ich meinen Urenkeln vorlesen .... habe aber
eben durch einen Anruf erfahren, dass meine Kinder
noch zu jung sind, um eigene Kinder zu kriegen ....
was natürlich zur Folge hat, dass ich noch keine
Enkel habe .... und dies wiederum führt zwangsläufig
dazu, dass die nicht vorhandenen Enkel auch noch
keine Kinder haben, so dass es an Urenkeln doch
noch mangelt ....*** grins ***
... aber im Ernst .... nach meiner Scheidung habe ich
selbst in der einen oder anderen folgenden Be-
ziehung den Kindern vorgelesen, die meine je-
weilige Lebensgefährtin hatte ... und habe vor
einigen Monaten erst einen sehr rührenden Brief
bekommen, wo sich eines dieser Kinder daran
erinnert, dass ich immer vorgelesen und vor
allem auch gesungen hätte ....
Das so überzeugende Bild der positiven Antworten
hier hat leider mit der Realität in unserem Land
da draußen nicht so viel gemein ... LEIDER !!
In einigen pädagog.-wissenschaftlichen Studien
wird ein enormer Rückgang gerade was das
Vorlesen angeht berichtet. Mit traurigen Folgen ....
Auf die "bösen" Eltern zu schimpfen wäre dabei
grundverkehrt !! Kinder zu haben ist heute das
größte Armutsrisiko. Was ein absoluter Wahnsinn
ist und eine wirkliche Schande für unsere Ge-
sellschaft. Das ist deswegen erwähnenswert,
weil inzwischen (mit steigender Tendenz) mehr
als 20% der Erwerbstätigen im NIEDRIGlohn-
bereich arbeiten muss ... dazu kommen noch
die vielen Menschen, die wg. dem Mangel an
Arbeitsplätzen von Hartz IV leben müssen.
Sehr viele, vor allem junge Eltern (!!) stehen heute
enormen Druck ..... die Gesellschaft FORDERT
Leistung um jeden Preis. Und zum Preis gehört,
dass inzwischen Millionen (!!!) von Kindern
ohne Ritual am Abend ins Bett gehen müssen !!
Seien wir also froh, um jeden einzelnen Papa,
um jede einzelne Mama ... um Onkel + Tanten
und um Großeltern, die Kindern noch vorlesen !!
ZEIT zu schenken ist eines der wichtigsten
Geschenke .....
- ErdnusslöckchenLv 7vor 1 Jahrzehnt
ja das habe ich jeden abend gemacht, als sie noch im *vorles* alter war.
von der kleinen hexe, dem kleinen gespenst , von den ganzen james krüss geschichten , der häschenschule , hans wundersam umvm wurde ihr vorgelesen
manchmal habe ich aber auch einfach eine gschichte erfunden.
sie durfte die hauptperson bestimmen und ich hab' drum herum eine geschichte "gebaut".
ganz genauso hat es auch meine mutter mit mir gemacht
meine tochter ist dadurch (genau wie ich ) eine richtige leseratte geworden.
zudem festigt es auch die bindung zwischen mutter und kind
ich gebe dir recht
ich denke auch das es besser hergehen würde , wenn man sich mit den kindern beschäftigen würde , anstatt sie vor den fernseh zu setzen .
- Anonymvor 1 Jahrzehnt
Meinen Enkelkindern 7 und 11 ist immer vorgelesen worden. Schon als sie ganz klein waren. Jedes Kind Junge und Mädchen hat seine eigenen Bücher und beide Kinder lesen viel und lieben Bücher.
Ich denke es ist ganz wichtig, Kinder ganz früh mit Büchern aufwachen zu lassen.
- shirkychivasLv 5vor 1 Jahrzehnt
Ja.
Also ich habe selbst keine Kinder aber einen Neffen, den ich liebe wie mein eigenes Kind.
Jeden Abend vor dem zu Bett gehen gibt es drei Geschichten.
Meist werden sie ihm vorgelesen, wenn ich Babysitten bin bekomme ich auch mal ein Buch vorgelesen ;-)
http://www.youtube.com/watch?v=jcZpwsRcqn4
Doch ich finde das ist wahnsinnig wichtig. Kinder, denen etwas vorgelesen wird, lesen später selber viel lieber, wollen es lernen. Der Kleine liebt es, in die Bücherei zu gehen.
Ich selbst erinnere mich auch gerne zurück, jeden Abend meine Gute-Nacht-Geschichte...ach war das schön...Meine zwei Lieblings-Märchenbücher von damals komme heute wieder zum Einsatz und kommen sehr gut an.
Sogar heute stehe ich noch drauf, und das mit 36 *gg*
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- oDiliver mLv 4vor 1 Jahrzehnt
Ich liebe es zu lesen. Mir als Kind wurde auch immer vorgelesen, zwar nicht jeden Abend, jedoch regelmäßig.
Jetzt lese ich meinem Sohn (4 Jahre) jeden Abend Gute-Nacht-Geschichten. Das ist unser festes Ritual vor dem Schlafen gehen.
Obwohl wir auch am Tag mal lesen, kann mein Kleiner nicht genug davon haben. Es kommt auch häufig vor, das wir drei Geschichten vor dem Schlafen gehen lesen. Es freut mich, weil ich das auch sehr genieße. Wir haben schon Bücher wie in einer Bibliothek, aber wir können uns davon nicht trennen, weil wir auch aus den gelesenen Büchern bestimmte Geschichten raus suchen. Es ist faszinierend, was mein Kleiner für ein Gedächtnis hat: wenn er aus einem alten Buch eine bestimmte Geschichte gelesen haben möchte, dann weiß er genau, in welchem Buch diese ist.
Habe ein tolles Kompliment von meinem Sohn bekommen, er liebt es wenn ICH ihm vorlese, Niemand könne es so gut wie ich. Weil ich auch meine Stimme verändere, wenn etwas spannendes, gesprochenes, oder auch Liedtexte usw. in der Geschichte vorkommt.
Ich habe es immer geliebt zu Lesen und mit meinem Sohn ist es einfach vollkommener geworden.
Quelle(n): Mein Sohn & ich... begeisterte Lesehasen (Ratten mögen wir nicht) :-) - katzenmami69Lv 7vor 1 Jahrzehnt
Ja, das gab es bei uns auch. Selbst als ich längst selber lesen konnte haben meine Eltern noch immer vorgelesen. Vor allem wegen meiner jüngeren Brüder, aber ich hab auch immer dabei gesessen und es genossen.
Ich bin ne totale Leseratte geworden. Meine Jungs sind 3 und 7, und der Große ist gerade in die Schule gekommen. Er brennt auch darauf, seine vielen Bücher endlich selber lesen zu können.
Etliche davon stammen noch aus meiner Kindheit.
Ich lese regelmäßig etwa eine halbe Stunde lang vorm Schlafengehen vor, an Regentagen manchmal auch einfach nachmittags, wenn die Jungs sich langweilen...
Wenn wir meine Eltern besuchen, tut mein Vater mir fast ein bisschen Leid - meine Jungs nötigen ihren Opa immer dazu, stundenlang ein Bilderbuch nach dem anderen vorzulesen!
Ich bin mir sicher, dass die Vorleserei meinen Jungs gut tut, und kann es nur empfehlen!
- ZimmerlindeLv 7vor 1 Jahrzehnt
Das habe ich früher gemacht und meistens standen Märchen auf dem Plan, wenn sie eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen bekamen. Das hat sich dann geändert, als sie selber lesen konnten.
- LolaLv 6vor 1 Jahrzehnt
Mir wurde leider viel zu selten vorgelesen. Meine Eltern arbeiteten sehr viel und hatten zum Feierabend wenig Lust dazu. Ich selber habe immer gern gelesen und vorgelesen und natürlich auch meiner Tochter. Die erinnert sich heute mit 21 Jahren sehr gern daran. Ich hab sie auch sehr früh in unsere Bibliothek mitgenommen und seither interessiert sie sich sehr für Literatur. Ich denke schon, daß das einen sehr positiven Einfluß hat.
- lucertola 2Lv 6vor 1 Jahrzehnt
Als ich noch zwei kleine Buben hatte, las ich ihnen abends vor dem Schlafengehen immer ein Märchen vor, entweder von Grimm oder von Andersen. Zum Erzählen habe ich nämlich kein Talent.
Aber, wie ich schon einmal hier erwähnte, weinte ich oft am Ende des Märchens, wenn es gut ausging.
Das gefiel meinen Kindern nicht.
So habe ich mich aufs Singen verlegt, Abendlieder, Mondlieder usw.
Damit war alles gerettet und wir beruhigten uns alle miteinander.
- Poppy_I.Lv 6vor 1 Jahrzehnt
Ja, uns Kindern wurde jeden Abend vorgelesen oder eine Geschichte erzählt. Manchmal auch Witze erzählt. Es war wunderschön. Als Jugendliche habe ich dann selbst (bis in die Nacht) gelesen.
Bei meinem Kind habe ich dann vom Baby-alter an vorgelesen (zuerst die kleinen Pixi-Bücher mit viel Bildern, später Märchen und Pippi Langstrumpf, Kalle Blomquist etc.). Natürlich haben wir uns davor noch unterhalten. Manche Dinge bespricht man nun mal erst zur Bettzeit. Ich wurde irgendwann während der Schulzeit (vorlesemäßig) von Bibi-Blocksberg-Kassetten abgelöst.
Die Zeit des zu Bett gehens war ein Ritual und durch das Vorlesen entstand Geborgenheit.
Mein Kind liest als Erwachsene gerne und viel, genau wie ich.