Würdet ihr an meiner Stelle die Schule wechseln oder nicht?
Durch einen Umzug bedingt ,im nächsten Jahr, habe ich die Wahl, die Schule zu wechseln oder nicht, doch wenn ich auf meiner jetzigen Schule bleiben möchte, sind circa 1,5-2 Stunden jeweils für Hin- und Rückweg einzuberechnen. Ich überlege schon seit langem, ob ich wechseln soll oder nicht, aber seit Wochen kann ich die Entscheidung leider nicht treffen, ich weiß nicht welche Entscheidung die richtige ist.
Mal die Pros und Kontras:
Argumente die Schule nicht zu wechseln
- Das Gymnasium auf dem ich derzeit bin, ist überdurchschnittlich schwer und recht bekannt dafür, ein Gymnasium mit sehr guten Schülern zu sein, hat also einen guten Ruf (was aber vermutlich einen späteren Arbeitgeber nicht beeinflussen wird, wenn er nicht gerade in direkter Nähe ist).
- Ich habe hier meine wirklich sehr guten Freunde, mit denen ich seit Jahren in einer Klasse bin, eine bessere Klasse als meine jetzige könnte ich mir kaum vorstellen, alles passt einfach. (ABER: Beim Vorrücken in die Qualifikationsphase 11 im kommenden Schuljahr werden sowieso alle Klassen aufgeteilt und in Kurse verteilt). Auch kenne ich seit bald 6 Jahren die meisten meiner Lehrer sehr gut, verstehe mich bestens mit ihnen und kann sie recht gut einschätzen, ein Gefühl für sowas kriegt man meistens nicht gleich nach einem Jahr.
- Das Gymnasium ist ein sehr neues, schönes, modernes, mit Ausstattungen die kein anderes Gymnasium in großem Umkreis hat, das Gymnasium zu dem ich wechseln müsste ist eine alte, überfüllte sehr unschöne Schule
- Die Schule hat relativ wenige Schüler, so das auf jeden Schüler einzeln und individuell eingegangen werden kann, die spitzenmäßige Organisation sucht seinesgleichen und die Schüler können optimal gefördert werden
Argumente für einen Schulwechsel
- Der Weg zur Schule würde kaum länger als 30 Minuten dauern. (dies steht in Verbindung mit großer Zeitersparnis, in der Q11 hat man 4 Tage die Woche bis abends Schule, ein schnelles Nachhausekommen und ein zügiger Hinweg sind da doch recht angenehm...)
- Nachdem die Schule um einiges leichter ist, würde ich dort vorraussichtlich auch einen besseren Abiturschnitt haben, denn die Abiturnote setzt sich nicht nur aus der Abiturprüfung am Ende (diese beeinflusst die Note um 33%) des Jahres zusammen, auch die Klasse Q11 und Q12 tragen zu je 33% dazu bei. Ein besserer Abiturschnitt ist sicherlich sehr wichtig.
Meine Frage: Was würdet ihr machen? Wechseln oder bleiben? Ich weiß wirklich nicht, was besser wäre, meine jetzige Schule ist wirklich top, meine Freunde auch, ich bin dort sehr beliebt, geschätzt und habe schon meinen Ruf. Ein Schulwechsel würde einen völligen Neuanfang bedeuten, ich werde wohl vieles verlieren aber habe dafür Chancen auf einem leichteren Gymnasium einen besseren Abiturschnitt zu erzielen...
Würde also sehr gerne eure Meinung hören, auch die von Erwachsenen würde ich sehr schätzen, vielleicht hättet ihr auch noch ein paar Argumente dafür oder dagegegen.
Danke fürs Durchlesen und die Zeit, die ihr euch genommen habt!
@ Alexa Danke für deine Antwort!
Tja die Freunde wollen alle das ich bleibe, meine Familie meint es ist recht unrealistisch mit dem langen Fahrweg, sonst wären sie aber auch dafür, das ich einfach an der jetzigen Schule bleib, einfach weil die Schüler dort ein eher gehobenes Niveau haben, sie meinen ich wär da besser aufgehoben..
Leider fällt es mir nicht sehr leicht, mich schnell in einem neuen Umfeld zu integrieren, ich brauch meine Zeit und bin am Anfang doch recht schüchtern, und es dauert bis man wirklich sieht wie und wer ich bin. Vom Gefühl her würde ich definitiv bleiben, vom Verstand wohl fast eher wechseln.
Ansonsten vielen Dank für deine Ratschläge und deine Meinung!