Waren die Heiligen drei Könige wirklich Könige?
Casper,Melchior und Balthasar waren einem Stern gefolgt um dem Jesuskind geschenke zu überreichen. Heute spricht jeder von den Heiligen drei Königen aber waren sie wirklich Könige??
Casper,Melchior und Balthasar waren einem Stern gefolgt um dem Jesuskind geschenke zu überreichen. Heute spricht jeder von den Heiligen drei Königen aber waren sie wirklich Könige??
niarooo
Beste Antwort
Es waren Astrologen (gr.: mágoi; „Magier“) Sie brachten dem kleinen Jesuskind Geschenke (Mat 2:1-16). Über diese mágoi wird in dem Werk The Imperial Bible-Dictionary (Bd. II, S. 139) gesagt: „Nach Herodot waren die Magier ein medischer Stamm, der sich besonders der Traumdeutung widmete und mit der Ausübung der heiligen Riten betraut war . . . Sie waren, kurz gesagt, die Gelehrten und Priester, die, wie man glaubte, die ungewöhnliche Macht besaßen, aus Büchern und aus der Beobachtung der Sterne die Zukunft vorherzusagen. . . . Spätere Forschungen haben ergeben, daß nicht Medien und Persien, sondern eher Babylon das Zentrum der vollentfalteten Magie war. ‚Ursprünglich hießen ihre, die medischen Priester nicht Magier. Von den Chaldäern nahmen sie aber später den Namen Magier für ihren Priesterstamm an, und so ist es zu erklären, wenn Herodot die Magier einen Stamm der Meder nennt‘.
Es ist daher nicht von ungefähr, daß Justinus der Märtyrer, Origenes und Tertullian unter den in Matthäus 2:1 erwähnten mágoi Astrologen verstanden. Tertullian schrieb: „Der Zusammenhang, worin Magie und Astrologie stehen, ist bekannt. Die ersten, welche Jesus beschenkten, waren Sterndeuter“ (Bibliothek der Kirchenväter, Bd. 1, 1912, Über den Götzendienst, Abschnitt 9, S. 149). Der Ausdruck „Magier“ wurde „im Osten eine allgemeine Bezeichnung für Astrologen“ (The New Funk & Wagnalls Encyclopedia, 1952, Bd. 22, S. 8076).
Die Umstandsbeweise sprechen also sehr dafür, daß die mágoi, die das Jesuskind besuchten, Astrologen waren. Ludwig Albrecht übersetzt in seinem Neuen Testament das fragliche Wort daher mit „Sterndeuter“ und sagt in einer Fußnote u. a. dazu folgendes: „So hießen bei den Babyloniern die Priester und Gelehrten, die sich besonders mit Sternkunde und Sterndeuterei beschäftigten.“ Die Neue-Welt-Übersetzung gibt dieses Wort in Matthäus 2:1 somit passenderweise mit „Astrologen“ wieder.
Wie viele Astrologen „aus östlichen Gegenden“ kamen, um dem Jesuskind „Gold und duftendes Harz und Myrrhe“ zu bringen, wird nicht gesagt; es gibt keine wirkliche Grundlage für die traditionelle Ansicht, daß es drei gewesen seien (Mat 2:1, 11). Als Astrologen waren sie Diener falscher Götter, und sie ließen sich, ob wissentlich oder unwissentlich, von etwas leiten, was sie für einen sich bewegenden „Stern“ hielten. Sie machten Herodes darauf aufmerksam, daß der „König der Juden“ geboren sei, und Herodes suchte dann, Jesus zu töten. Der Anschlag scheiterte jedoch. Jehova griff ein und bewies, daß er mächtiger war als die Dämonengötter der Astrologen. Statt daher zu Herodes zurückzukehren, zogen die Astrologen, nachdem sie „im Traum eine göttliche Warnung“ erhalten hatten, auf einem anderen Weg nach Hause (Mat 2:2, 12).
Birgit
Nein vermutlich nicht. Sie waren Weise, Astrologen oder ähnliches und ob es 3 waren wissen wir auch nicht genau!
erhardgr
Heute spricht nicht jeder von den Heiligen Drei Königen.
Denn es hat sich herumgesprochen, dass es weder Könige waren (sondern Sterndeuter, "magoi", Weise) noch drei waren (da ist nur die Deizahl der Geschenke), noch Heilige; denn die Legende steht in der matthäischen Vorgeschichte zu seinem Evangelium und hat eine bestimmte Aussage im Sinn, ist aber nicht historisch - trotz des goldenen Schreins hintem der Hochaltar im Kölner Dom.
Matthäus schreibt für Judenchristen und macht ihnen klar, dass diese heidnischen Zauberpriester die ersten waren, die zum Jesuskind kamen. (Die Hirten kommen im Lukas-Evangelium vor.)
kurt j
wird da nicht von den 3 Weisen aus dem Morgenland gesprochen die auf dem weg waren einen ungewöhnlichen Stern zu beobachten.
Wonko der Verständige
Nein, die drei sind historisch überhaupt nicht belegt und daher einfach "christliche Folklore". Mag sein, daß sie aus einer anderen Glaubensrichtung oder Mythologie übernommen worden sind.