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Wie könnte man Schwarzafrikaner und Afro-Amerikaner ohne Verwendung des Wortes "Neger" begrifflich zusammenfassen?
Die Frage stellt sich mir aus aktuellem Anlass, da ich kürzlich von einem Fragesteller in einem Kommentar grundlos beleidigt wurde.
Er hatte die Frage gestellt, weshalb manche Leute Afro-Amerikaner immer noch als Neger bezeichnen, worauf ich ihm in der Sache stimmig antwortete "Weil sie nun mal Neger sind." Er schrieb daraufhin irgendwas von "ausufernder Dummheit".
Inwieweit das Wort "Neger" einen negativen Beigeschmack hat oder nicht, sei dahingestellt. Es gibt ja auch Indianer, auch wenn die Herkunft dieses Wortes einem Irrtum des Columbus entsprang und diese Völkergruppe wegen ihrer vielen Sprachen keinen gemeinsamen Eigennamen für sich hat.
Man kann doch nicht auf jede Empfindlichkeit Rücksicht nehmen, da sich sonst irgendwann gar nichts mehr ausdrücken lässt. Anderenfalls haben wir bald die Situation wie im Orwell-Roman "1984". Dort gibt es das so genannte "Newspeak" (Neusprech). An diese Situation fühle ich mich stark erinnert.
Nach dieser Abschweifung wieder zurück zu meiner Frage: Was könnte man denn anstelle von Neger sagen, ohne dass irgendetwas an Information verloren geht?
@ Knarf-Ewu
Es gibt aber mehrere dunkelhäutige Menschengruppen, die mit der von mir gemeinten verwandtschaftlich nicht näher zusammenhängen. Die Tamilen sind ja sehr dunkel, haben aber Formmerkmale (vor allem Gesichtszüge), die man ohne weiteres als "europäisch anmutend" bezeichnen könnte.
@ Remo
Ist auch meine Beobachtung. Diese Erscheinung bezeichnet man als Reductio ad Hitlerum, worüber es sogar einen eigenen Wikipedia-Artikel gibt.
@ blauclever
Das ist aber etwas vage - vor allem, wenn es sich nur auf die Rasse ... ähem ... den Phänotyp bezieht. Wenn der Betreffende und auch seine Vorfahren der letzten vielleicht zehn Generationen nie in Afrika gewesen sind, werden sie den afrikanischen Hintergrund vielleicht sogar in Abrede stellen.
@ naronnas
Idioten gibt es, aber mich zählst Du hoffentlich nicht dazu. Im Gegenteil ist es doch diese politische Correctness, die schlussendlich zur sprachlichen und geistigen Verarmung führt. Natürlich wandelt sich die Sprache stetig, aber dann sollte man das nicht per Dekret tun. Ein Vergleich mit natürlich gewachsenen Differenzierungen wie zwischen Weib und Frau bietet sich daher nicht an.
Nachtrag: Reductio ad Hitlerum lässt sich auf jeden Sachverhalt anwenden, wo aus Leichtsinn oder mangels wirklicher Argumente Nazi-Vergleiche angestellt werden. Ein aktuelles Beispiel ist die unsinnige Infragestellung des Merkmals der Heimtücke im Mordparagraphen. Die Behauptung, dass Hitler Vegetarier gewesen sei, ist hingegen nur bedingt eine Reductio ad Hitlerum, weil man damit wirksam dem Snobismus vieler Vegetarier begegnet, die sich automatisch für besser halten.
Noch @ naronnas
Mein Beispiel mit dem Tamilen kannst Du nicht richtig verstanden haben. Denn sinnfrei ist eher dieser Teil Deiner Antwort.
@ pikachu
Es gibt auch Neger mit hellerem Teint. Oder soll ich etwa sagen: "Guck mal, der dunkel pigmentierte Mensch da mit der hellen Haut!"? Ich glaube, da käme recht schnell ein Krankenwagen mit Geheul.
Stellt Marjorie diese Frage jetzt allen Ernstes? Aber wahrscheinlich hat er sich sowieso schon über die Kommentar-Funktion hier eingeschmuggelt, was man ja leider nicht verhindern kann.
Ich hatte ihm unter dieser Frage /question/index?qid=20... geantwortet und wurde von ihm daraufhin angepöbelt. Habe meine Antwort dann gelöscht. Aber genug davon.
@ Secular Humanist
Man muss krank sein, wenn man sich an immer neuen Tabus aufgeilt, anders ist das nicht zu erklären.
Warum reicht es nicht, zu wissen, dass dieses Wort keine Beleidigung ist?
In den USA wird im Alltag das Wort weiß benutzt. Nur in der Amtssprache wird ein Mensch euopäischer Abstammung - nicht notwendigerweise mit heller Hautfarbe - dort als Kaukasier bezeichnet.
@ anjaree
Das ist ein argumentum ad hominem. Wenn ich aber - was nicht der Fall ist - tatsächlich afrikanisches Blut in mir hätte, dann wäre das hier für mich doch nur von Vorteil. Ich verstehe nicht, weshalb so viele versuchen, einem wegen ein paar Spinnern, die es in der Welt überall gibt, Absichten zu unterstellen.
Fazit: Keiner kennt ein solches Wort.
11 Antworten
- Anonymvor 6 JahrenBeste Antwort
" Maximal pigmentierte allüberall und jederzeit auf´s Herzlichste willkommene Kultur - und Selbstbereicherer "
NEGER paßt perfekt und ein Jeder weiß wer und was gemeint ist.
@ Sekundär Human-Mist :
" Caucasian " verwenden amerikanische weiße Gutmenschen. Echte Amerikaner sagen selbstverständlich "White".
White pride - worldwide
- RemoLv 7vor 6 Jahren
Solange es in Deutschland En Vogue ist, zu allem und jedem "Nazi" zu sagen, braucht man sich um die "richtige" Wortwahl nicht streiten. Sag einfach was du möchtest.
- volvoxLv 6vor 6 Jahren
Neger kommt von negro = schwarz.
Also Schwarze, Weisse, Rot- und Gelbhäute.
Schwarzhäute und Weisshäute gefällt mir.
Oder: Neger, Blanke, Rojos und Amarillos.
Die Grünen sind übrigens meistens weiss, oder kommen vom Mars.
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- Anonymvor 6 Jahren
schon sicher.du bist ein neger und negro oder fag.
- Anonymvor 6 Jahren
dunkel pigmentierte menschen exotischer herkunft.
- Knarf-EwuLv 7vor 6 Jahren
Dunkelhäutig vielleicht. Das ist wie mit dem Negerkuss, Schaumgebäck mit Migrationshintergrund.
- naronnasLv 6vor 6 Jahren
Sag einfach "Schwarzer", denn genau das bedeutet wie FRÜHER "Neger".
Deine Ausführungen haben zwar einen gewissen Wahrheitsgehalt, dennoch versuchst du damit zu Rechtfertigen, genau die beleidigenste Variante zu verwenden, obwohl es akzeptiertere Varianten gibt.
Man nennt eine "Frau" ja auch heute nicht "Weib", obwohl das die ursprünglichere Version in der deutsche Sprache ist und garnicht bösartig war. Dennoch hat sich die Bedeutung gewandelt und "Weib" wurde als beleidigend angesehen. Da "Frau" aber genau dieselbe Gruppe von Menschen bezeichnet, kann man einfach "Frau" statt dem beleidigendem "Weib" benutzen.
Andere Beispiele für solche Begriffstrettmühlen ist "Krüppel" -> "Behinderter" -> "Mensch mit Behinderung":
Krüppel war früher auch nicht so schlimm als bezeichung für jemand mit körperlicher Behinderung. Da sojemand aber als problematisch bzw unnütz angesehen wurde, wurde es zu einem Schimpfwort. Somit brauchte man ein neues wertneutrales Wort: "Behinderter". Da aber weiterhin Behinderte auch als minderwertig galten, wurde auch dieses Wort zu einer Beleidigung, so dass man heute auf "Mensch mit Behinderung" ausweisen muss. Problematisch ist dabei nicht das ständige Finden von neuen Wörtern, sondern die unbegründeten negativen Ansicht über dies Menschengruppe. Wenn diese nicht die neuen Wörter korrupieren würde, müsst man nicht ständig neue Wörter suchen.
Genauso ist es bei "Neger"/"Mor" über "Schwarzer" zu "Afroeurpoäer/-amerikaner":
Früher normale Begriffe für Menschen mit dunkler Hautfarbe wurden durch die rassistischen Ansichten von Arßlöchern zu Schimpfwörtern verzehrt und mussten so ausgetauscht werden um den ursprünglich wertfreien Zustand wieder zu erreichen.
Das Problem sind also nicht die Wörter, sondern dass sie von rassistischen Vollidionten als Beleidigung verwendet werden. Und um zu zeigen, dass man nicht auch den ansichten dieser Vollidioten folgt, sollte man den momentan wertfreisten Begriff immer bevorzugen.
Ergänzung:
Reductio ad Hitlerum hat nichts damit zu tun, ob man jemanden als Nazi bezeichnet oder nicht. Vielmehr geht es darum, dass eine Ansicht dadurch wiederlegt werden soll, da sie schon Hitler teilte (also etwa: Vegetarismus ist schlecht, weil Hitler auch Vegetarier war).
Den Einwand zu "es gibt mehrere dunkelhäutige Menschengruppen" solltest du mal weiterdenken: Vielleicht ist die Dunkelhäutigkeit (bzw die "Rasse", auf die es dir vermutlich ankommt) garnicht das ausschlaggebende Eigenschaft auf die das ankommt, folglich braucht man auch keine so vereinheitlichende Bezeichnung.
Wenn ich jemanden Dunkelhäugigen sehe, den ich nicht kenne, dann werde ich zu einem Freund sagen "Schau mal der Schwarze/Dunkelhäutige da drüben". Mehr kann ich über die Person nicht aussagen, da ich einfach nicht mehr weis.
Wenn ich dagegen weiß, dass er der Besuch aus Amerika von meinen Nachbarn ist, dann kann ich sagen "Schau mal der Afroamerikaner". Wenn er aus Indien ist, kann ich sagen "Schau mal der dunkelhäutige Inder da". Der Einwand mit Tamilen (oder auch Aborigines) ist also eher sinnfrei, das mit "Schwarzer" bzw "Dunkelhäutiger" erstmal eine rein beschreibende Bezeichnung gegeben ist. Wenn du jemanden als Tamile sicher identifizieren kannst, dann kannst du ihn ja auch so benennen (wobei man vom Aussehen nicht aufs Volk zurückführen kann, das dürfte also schwer werden)
- Maeve DragonLv 7vor 6 Jahren
Mit dem Wort: Schwarze (Menschen).
Weiße fasst man ja auch mit dem Begriff: Weiße (Menschen) zusammen.
- KhanLv 7vor 6 Jahren
Also das Wort Neger ist definitiv rassistisch, Schwarzer klingt für mich persönlich jetzt auch nicht gerade so, als wäre man diesen Menschen wohlgesonnen, Farbige finde ich als Bezeichnung in Ordnung, fühl mich umgekehrt ja auch nicht beeleidigt, wenn ich als Weißer bezeichnet werden, nur so was wie Neger oder Schwarzer klingt so ähnlich, als würde man mich Weißbrot, Langnase oder Kalkleiste bezeichnen, da hört man dann schon so eine gewisse Gesinnung heraus.