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Warum gedenkt Deutschland nicht seiner Helden...?

In jedem Land werden große Generäle und Krieger geehrt, die viel für ihr Land getan haben und jeder kennt sie, nur in Deutschland nicht. Denn es wird zwar für viele schockierend sein, aber die deutsche Geschichte beschränkt sich nicht nur auf dem Zeitraum von 1933-1945.

Zum Beispiel:

Gebhard Leberecht von Blücher, der Napoleon in Waterloo geschlagen und endgültig besiegt hat

oder von Metternich, der maßgeblich an dem Gesicht Europas beteiligt war

Carl von Clausewitz, der bahnbrechede Ideen im militärischen und unternehmerischen Gebiet hatte

Kurt von Hammerstein-Equord, Gegner Hitlers

Helmuth Karl Bernhard von Moltke, hat Deutschland gegen die Franzosen verteidigt

Friedrich Wilhelm von Steuben Gründer des amerikanischen Heeres

Und das sind sicherlich nur ein paar weniger, in einer Reihe großer Deutscher. Warum wird an den Schulen so wenig, von der Zeit gelehrt, als Deutschland noch nicht durch die Nationalsozialisten und besonders dem Gespann Hindenburg-Ludendorff sowie einem unfähigen Kaiser zerstört wurde?

19 Antworten

Bewertung
  • vor 9 Jahren
    Beste Antwort

    Nun ja.

    Die Argumentation ist - wie meistens - von beiden Extrem-Seiten so polemisch wie falsch.

    Natürlich werden in deutschen Schulbüchern, Lexika und tausenden Sachbüchern und/oder Biografien – zu Recht - die Leistungen (auch) deutscher Militärs gewürdigt. Und wie in jedem anderen Land gibt’s auch hierzulande Straßen, Plätze, Schulen, etc. die Namen historisch wichtiger Personen tragen.

    Gib mal in Google ‚Clausewitzstraße‘ oder ‚Clausewitzschule‘ oder ähnliches ein, da kommen Hunderte. Andererseits gibt es natürlich in Deutschland – wie in allen Ländern der Welt - historisch berühmte/wichtige Personen aus allen Bereichen des Lebens.

    Zum Beispiel aus Kunst und Wissenschaft. Clausewitz mag ja weltweit tatsächlich nur in bestimmten Kreisen berühmt/anerkannt sein, allerdings sind das bis heute ziemlich weit gestreute Kreise. Nach wie vor gilt Clausewitz als DER Stratege schlechthin, dessen Lehren bis heute nicht nur Grundlagen-Lehre vieler Militärakademien, sondern auch von Studienfächern an Universitäten weltweit über Wirtschaft etc. sind.

    Und fragst du jemanden (egal wo auf der Welt) nach Gutenberg, Bach, Beethoven, Goethe, Luther, Diesel, Planck, Humboldt, Röntgen und so weiter, dann werden sicher die wenigsten antworten: „Wer ist das denn?“

    Kurt von Hammerstein-Equord ist ein etwas unglückliches Beispiel für den Widerstand gegen Hitler. Der Mann war sicher ein Gegner Hitlers, jedoch von Anfang an und auf einer eher persönlichen Ebene (er verabscheute Hitler und war ein strikter Gegner der gänzlichen Vereinnahmung der Reichswehr durch Hitler), was zu seinem frühen Ausscheiden aus dem Heer (33) führte. Während seiner späteren (kurzen) Reaktivierung 1939, die er immerhin annahm, war er jedenfalls kein aktives Mitglied des späteren militärischen Widerstands gegen Hitler, soll aber mit einigen Mitgliedern (des Widerstands) Verbindungen gepflegt haben. Angesichts der vielen Hingerichteten (des militärischen Widerstands gegen Hitler) ist dann der zum Zeitpunkt des Aufstandes bereits friedliche verstorbene Hammerstein-Equord in der Geschichte verloren gegangen.

    Eine Bemerkung noch zu Metternich.

    Ich vermute mal, du meinst den Außenminister Österreichs, der beim Wiener Kongress eine führende Rolle spielte. Über den gibt es mehr Abhandlungen, Orden, Preise, Straßennamen, Gedenkfeiern, ja, selbst Filme und so weiter als der durchschnittliche Mensch hier offenbar funktionierende Hirn-Zellen hat.

    Im Übrigen geht es beim Gedenken an geschichtliche (auch militärische) Ereignisse vordergründig nicht um Glorifizierung (was für eine beschränkte Sicht ist das denn) dieser Ereignisse, sondern um deren Platz in der Geschichte sowie deren Auswirkungen auf die Entwicklung eines Volkes/Staates. Dass es dabei kontroverse Ansichten gibt, ist nur natürlich.

    Was nicht heißt, dass man mal eben so beschließen kann, die (militärisch geprägte) Geschichte in Bausch und Bogen unter den Teppich zu kehren, weil man als Gutmensch eben dies als generell Böses eh ablehnt.

    Denn wie sagte George Santayana: „Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann/will, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“

  • ?
    Lv 6
    vor 9 Jahren

    Du kannst an einigen Antworten hier sehen, dass der Grund dafür, dass militärische Helden nicht mehr in dem Maß gefeiert werden, eine Art verlogener Zivilisationsprozess ist: Unsere Politiker behaupten, dass wir uns weiter entwickelt haben... schön wär's.

    Wie dem auch sei, Menschen, die für besonders effektive Tötungen zahlreicher Mitmenschen verantwortlich waren, werden heute nicht mehr verehrt.

    Was ich viel wichtiger finde, das ist: Warum sehen wir unsere Freiheitskämpfer nicht als Helden an?

    Überall auf der Welt werden Freiheitskämpfer verehrt: Martin Luther King, Jeanne d'Arc, Ché Guevara...

    Bei uns haben die Freiheitskämpfer eine Art Schmuddel-Image... Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, die Geschwister Scholl... Helden sind das für uns nicht.

    Was sagt das über unser Verhältnis zur Freiheit? Sind wir tatsächlich ein Volk von Untertanen?

    Love and Peace

  • Remo
    Lv 7
    vor 9 Jahren

    Ich finde die Entscheidung eigentlich ganz gut. Generell sollte man Kriegshandlungen nicht glorifizieren. 1933-1945 hat Deutschland zum Nachdenken gebracht. Napoléon zu verehren ist m. E. eine Schande. Generell sollte man Kriegsherren nicht als Vorbild oder Idol nutzen. Menschen, die Gutes getan haben sollte man ehren.

  • pikas
    Lv 7
    vor 9 Jahren

    Das sind alles Generäle, die tausende von einfachen Soldaten befehligten und teilweise in den Tod geschickt haben.

    Ich weiß nicht warum man diesen Herren der einstmals besseren preußischen Gesellschaft unbedingt gedenken und sie noch dazu als "Helden" verehren soll.

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  • Anonym
    vor 9 Jahren

    In der DDR wurden viele Helden geehrt. Ernst Thälmann, Wilhelm Pieck, Otto Grotewohl, Rosa Luchsenburg, Karl Liebknecht, Alex Wedding, Karl Marx, Friedrich Engels, Ho chi Ming, Ernst Reuter, oh man da gab es viele. Nicht zu vergessen, Pittiplatsch, Schnatterinchen, Pumpelstielchen, Schneeflitchen und die sieben Zwerche, Der Golf und die sieben Schei..lein, Frau Scholle. Schneeweiß nicht und Rosa net, Hansel und Krötel. Rotpäppchen und der Golf. So, einige habe ich aufgezählt.

  • vor 9 Jahren

    oh je oh je ...was für eine verquere Idee --- " Kriegshelden " ist schon ein perverses Wort ..und dann noch " feiern" ...nee, wirklich nicht ...

  • ?
    Lv 7
    vor 9 Jahren

    schön, dass wir diesen militaristischen Quatsch nicht mehr brauchen, um uns wichtig zu fühlen!

    Das ist kein Mangel, sondern eine Errungenschaft!

  • vor 9 Jahren

    Warum keine "Heldenverehrung in Deutschland?" Der Grund dafür sind

    wohl 50 Millionen Opfer, die bitteren Erfahrungen nach zwei verlorenen

    Weltkriegen und mangelnde Neigung überfallener Länder, ausgerech-

    net "am deutschen Wesen genesen" zu wollen sowie die Tatsache, dass

    die "Herrenrasse" und deren "GröFaZ" (größter Feldherr aller Zeiten), ein

    1924 wegen Hochverrats Verurteilter, nicht überall Begeisterung auslöste.

    Feldmarschalle und Generale, welche die von ihnen befehligten Soldaten

    in die Schlachten jagen, sitzen möglichst weit hinter der Front.

    Die Zeiten König Gustav Adolf von Schweden, der in einer Schlacht bei

    Lützen umkam, die sind schon lange vorbei.

    "Helden", welche in und nach Kriegszeiten gefeiert werden haben ja was mit

    "Geschichte" zu tun.

    Was Voltaire von "Geschichte" hielt, brachte er vor mehr als 200 Jahren so

    zum Ausdruck:

    "In der Tat, die Geschichte ist nur ein Gemälde von Verbrechen und Drang-

    salen. Die Menge unschuldiger und friedliebender Menschen tritt auf diesem

    ungeheuren Schauplatz fast immer in den Hintergrund."

    "Die Hauptpersonen sind nur ehrgeizige Schurken."

    "Nie wieder Krieg" wollte man nach dem 1. wie auch nach dem 2. Welt-

    krieg - wurde nach 1945 nicht oft beteuert, es dürfe "nie wieder Krieg

    von deutschem Boden ausgehen? Und was haben wir jetzt?

    Den Angehörigen wirklicher Helden, welche von Schurken begangenen

    Grausamkeiten 1944 ein Ende setzen wollten, wurde in der BRD lange

    Zeit hindurch die Grundlagen für ihre Existenz vorenthalten. Siehe:

    "...viele von ihnen lebten buchstäblich ohne einen Pfennig. In privater Initia-

    tive entstand die Stiftung Hilfswerk 20. Juli 1944, die wenigstens die gröbste

    materielle Not lindern sollte.... - bitte hier weiter lesen:

    http://www.zeit.de/2009/03/A-Zwanzigster-Juli

    Wirklich kein "Ruhmesblatt" deutscher Geschichte war, was sich um 1950

    in der BRD abspielte - Spiegel 20/1999:

    "Knechte des Gesetzes" - Zitat: "...Urteile der NS-Justiz (wurden) von deut-

    schen Nachkriegsgerichten sanktioniert, die Täter geschont und die Opfer

    verhöhnt...." - so behandelt man doch keine Helden, die es wagten, am Sinn

    eines Terror-Regimes zu zweifeln? Es gehörte eine gehörige Portion Mut da-

    zu ! Siehe:

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13395427.htm...

    Aber das hat mit Gewissheit dazu beigetragen, dass für Heldenverehrung in

    Deutschland für frühere "große Generäle und Krieger" keine große Neigung

    besteht.

    Politik und Geschichte haben viel mit Gehirnwäsche zu tun - ganze Genera-

    tionen wurden in sinnlosen Schlachten verheizt - weil es zu wenige wahre

    Helden gab, welche bereit waren daran etwas zu ändern. Welche "Wahl"

    haben denn "Helden" im Krieg? Entweder sie gehorchen bedingungslos und

    werden zu "Helden" indem sie möglichst viele Leute umbringen - und wenn

    sie das nicht tun wollen, dann werden sie selber umgebracht - als Deserteure,

    als "Fahnenflüchtige" oder wegen "Feigheit vor dem Feinde". Die Rekruten

    der "Wehrmacht" wurden vor der "Sippenhaftung" gewarnt. Siehe:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sippenhaftung

    Im "SS-Staat", dem Lande der KZs, wurde aus dem "Volk der Dichter und

    Denker" das Land der "Richter und Henker". Mit Helden-Glorifizierung

    - auch solcher "Helden" vergangener Zeiten - soll das wohl vergessen wer-

    den?

    Wer gedenkt denn wohl noch der Helden, auch welcher, die noch kurz

    vor dem Endedes Dutzendjahrtausends in den KZs umgebracht wurden?

  • vor 9 Jahren

    Wieso sollen wir eines Generals gedenken, der das "amerikanische Heer" gegründet hat (was übrigens nicht stimmt)? Über die von dir Genannten kannst du in jedem Geschichtsbuch nachlesen. Oder wolltest du für jeden einen Feiertag?

  • Anonym
    vor 9 Jahren

    Um mal ein paar Fakten gerade zu rücken:

    Metternich war Österreicher und seine Mission auf dem Wiener Kongreß war, die Interessen des Habsburger Reiches zu vertreten, nicht Deutschlands.

    @Marten, mit dem Schlesieradler (???, nur ne Vermutung jetzt):

    1. Gerade die Schlesier sind bekannt dafür, daß sie ihre Fähnchen immer schnurstraks nach dem Wind hängen. Auch heute noch.Wenn Deine Großeltern "Spätaussiedler" waren, dann waren sie KEINE sog. ""Vertriebenen"". Mit diesem Reizwort wurde jahrzehntelang jede Art von Entspannungspolitik sabotiert. Slanska ist urpolnisches Land, die erste urkundliche Erwähnung der slavischen Siedlung Wratislawa (aus dem die Österreicher später ""Breslau"" gemacht hatten), datiert lange vor irgendwelchen österreichischen und preußischen Besiedlungen.

    Durch die "polnischen Teilungen" und den Krieg gegen Österreich gelangte Preußen später an die westpolnischen Gebiete, die heute wieder da sind, wo sie hingehören.

    2. Der fließend französisch sprechende Urkundenfälscher Bismarck hatte 1870 im Zuge der spanischen Erbfolgekrise die Emser Depesche des preußischen Königs an Napoleon III. durch Wortumstellungen und Streichungen dermaßen im Ton verschärft und verfälscht, sodaß eine französische Kriegserklärung an Preußen durch diese gezielte Provokation quasi die einzig logische Reaktion war.

    Natürlich wurde dieser bescheuerte Sedanstag bis 1918 in Deutschland gefeiert.

    Die Franzosen wiederum hätten nach 1919 ja auch einen Verduntag als Nationalfeiertag einrichten können. Oder einen Wunder an der Marne Tag. Taten sie aber nicht.

    Warum wir den "Gründer" (sei mal dahingestellt) der Armee eines anderen Landes gedenken sollten, erschließt sich mir auch nicht.

    Wo ich Dir Recht gebe, das ist die traurige Tatsache, daß den wahren Helden des 20. Juli 1944 nicht würdig gedacht wird. Beck, Goerdeler, von Stauffenberg, um nur ein paar zu nennen, hätten ein anderes Andenken verdient.

    Von Albert Schweitzer redet heute keiner mehr, aber Lettow-Vorbeck und Nachtigall sind immer noch präsent.

    PS: Reichsregierung, "Friedensvertrag" mit den Alliierten...man kann dieses dumme Gelaber bald echt nicht mehr hören. Das Deutsche Reich gibt es nicht mehr und das ist gut und richtig so !!!

    Die Bundesrepublik Deutschland war und ist der rechtliche Nachfolger dieses untergegangenen Reiches.

    Die 2+4 Verträge haben alles geregelt, was mit dem Ende des Krieges zu tun hatte. Fertig. Ende. Ab da.

    Dieses ganze Revisionistengedöns interessiert keinen und es will auch keiner mehr hören !

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