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Meine Tochter will keinen Kontakt mehr. Wie gehe ich damit um?
Nach einem Streit vor gut vier Monaten hat mein Exmann meine Tochter hier abgeholt. Seit dem habe ich sie einmal kurz gesehen. Ich durfte ihre Sachen packen, wir haben uns gemailt, einmal im cafe getroffen. zwischen und ist dauernd streit- meine tochter (14) scheint mich zu verachten und der ex stützt sie wohl in dieser meinung- nun hat meine tochter mir am telefon gesagt, nachdem ich sie angerufen habe, dass sie keinen kontakt mehr zu mir wünscht, weil ich zu viel jammere. ich muss dazu sagen, dass ich letztes jahr an brustkrebs erkrankt bin und meine mutter an krebs gestorben ist. ja, ich war auch wirklich oft traurig und während der chemo ging es mir auch sehr schlecht. seit meine tochter hier ausgezogen ist und mich mit so einer härte und eiseskälte behandelt und oft auf meine mails nicht geantwortet hat, bin ich oft am weinen- die murks hormontabletten wegen des krebses tun noch ihr übriges dazu. wie kann man als mutter mit so einem verlust umgehen? ich habe meiner tochter noch mal gemailt, dass ich sie lieb habe und immer für sie da sein werde- keine antwort. ich mache mir große vorwürfe.
4 Antworten
- KometLv 7vor 9 JahrenBeste Antwort
Ich habe dir damals schon geschrieben...und es tut mir sehr leid, dass deine Tochter immernoch hart bleibt. Es kann sein, dass es noch eine ganze Weile dauert, bis ihr euch wieder seht, bis sie zumindest zu einem Kontakt bereit ist. Jugendliche können eifnach so unglaublich stur sein.
Aber jetzt an ihr dran zu bleiben, bringt nichts. Schick ihr eine Karte zum Geburtstag, eine zum Schuljahrsende, usw. Zeig ihr, dass du sie nicht vergessen hast, aber bedräng sie nicht.
Du selbst kannst dir eventuell Unterstützung in der Erziehungsberatungsstelle suchen. Dort geben sie Trennungseltern gerne Tipps, wie sie mit rebellierenden Teenagern umgehen können. Und mit den eigenen Gefühlen.
Du hast selbst auch eine Menge erlebt, das es aufzuarbeiten gilt. Warst du mal bei einem Onko-Psychologen?
- Anonymvor 9 Jahren
14 ist ein schwieriges Alter. Wenn die Mutter da für ein Mädchen nicht da sein kann, weil sie mit sich selbst beschäftigt ist, ist das für beide Seiten wirklich bescheiden. Meine Mutter hatte Unterleibskrebs als ich zum ersten Mal meine Menstruation bekam. Da prallten Welten aufeinander.
Wahrscheinlich hatte deine Tochter ein ganz bestimmtes, für sie weltbewegendes Problem, für das aber aufgrund deiner Krankheit kein Platz war. Vielleicht warst du in dieser schwieirgen Zeit nicht für sie da. Vielleicht war das auch nur ihr Eindruck.
Wie du da wieder eine Verbindung bekommst ist wirklich schwierig zu sagen. Vielleicht sagst du ihr nicht wie lieb du sie hast, sondern, dass es dir leid tut wenn du nicht für sie da sein konntest und dass du es nun besser machen möchtest. Und dass du verstehst, wenn sie Abstand haben will. Vielleicht schenkst du ihr ein Handy, was du mit Guthaben auflädst und ihr als Notfalltelefon schenkst. Nach dem Motto: damit kannst du mich immer erreichen, wenn du Sehnsucht hast, Verständnis brauchst oder einfach nur Hallo sagen willst.
Damit gibst du ihr die Zügel in die Hand, was den Druck auf deine Tochter verringert und für sie einen Rückzugspunkt darstellt. Auch wenn das Monate dauern kann, bis es vielleicht passiert, aber es ist eine faire Lösung für euch beide.
Mehr Mut machen kann ich dir da leider nicht! Ich wünsche dir viel Kraft für diese Zeit.
Ich hab selbst zwei Kinder und mir graut es davor, dass ich irgendwann mal den Kontakt zu meinen Kindern verlieren könnte.
Quelle(n): eigene Erfahrung - .**.Lv 7vor 9 Jahren
Deine Situation ist sicher nicht leicht, aber du solltest bedenken, dass deine Tochter mit 14 noch zu jung ist, um die Last mit dir zu teilen. Sie hat es selber schwer durch eure Trennung und wünscht sich wahrscheinlich, dass du sie unterstützt, und für sie da bist, um den Verlust ihrer Welt zu kompensieren. Statt dessen hört sie von dir ständig, wie schlecht es dir geht. Das ein Kind sowas nicht über längere Zeit ertragen kann, ohne selber Schaden davon zu tragen, leuchtet eigentlich ein. Du hast ihr zwar geschrieben, dass du immer für sie da bist, aber das kann sie dir aufgrund der Erfahrungen der letzten Monate wohl nicht glauben. Und wenn du ehrlich bist, stimmt es auch nicht so ganz, weil du derzeit viel zu beschäftigt mit deinen eigenen Problemen bist.
Du solltest dir klar machen, dass du aufgrund deiner eigenen Situation derzeit nicht so für deine Tochter da sein kannst, wie du es solltest, und wahrscheinlich auch gerne möchtest. Sie hat für den Augenblick einen SchluÃstrich gezogen, und das musst du akzeptieren. Für deine Tochter war die Entscheidung wahrscheinlich auch nicht leicht, aber offenbar ging es für sie nicht anders. Und wahrscheinlich hilft ihr in der Situation nur die Härte, den Kontakt völlig abzubrechen.
Falsch wäre es jetzt, sie mit `weinerlichen´ oder vowurfsvollen Mails o. ä. zu bombardieren; dadurch macht sie nur noch mehr zu.
Konzentriere dich darauf, selber wieder fit zu werden und dein Leben in den Griff zu bekommen. Evtl. wäre es nicht verkehrt, dafür professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Deine Tochter hat dir den Raum gegeben, dich mit dir selber zu beschäftigen und mit dir ins Reine zu kommen. Du solltest den Auszug deshalb nicht als Verlust sehen, sondern als Chance.
Vielleicht wäre es auch nicht verkehrt, deiner Tochter einen Brief ( keine mail ) zu schreiben, in dem du ihr erklärst, warum die Dinge schief gelaufen sind und das du alles tun wirst, um auch tatsächlich für sie da sein zu können, wenn sie dich braucht. Als Mutter muss man die eigenen Probleme auch mal hinten anstellen können, auch wenn es schwer ist. Rufe in regelmässigen Abständen an, damit sie merkt, dass du sie nicht vergessen hast. Vielleicht wird sie anfangs ablehnend und barsch reagieren, vielleicht läuft der Kontakt auch zunächst nur über den Vater. Aber früher oder später wird sie erkennen, dass du sie liebst und das sie dir wichtig ist. Wenn sie dann an deiner Reaktion feststellt, dass du die Dinge im Griff hast, wird sie sich auch wieder annähern. Viel Glück dabei.
- ~Sarah~Lv 4vor 9 Jahren
Ich finde die Antwort von Elene schon sehr schön. Wenn du weiterhin mit der Situation nicht zurecht kommst, was verständlich wäre, würde ich dir raten eine Familienberatung aufzusuchen. Ich denke dort triffst du auf Menschen, die ja genau für solche Situationen ausgebildet sind und die dir irgendwann vielleicht nicht nur dabei helfen können mit der Entscheidung deiner Tochter klarzukommen, sondern auch als Vermittler zwischen dir und deiner Tochter fungieren können, wenn sich deine Tochter in einiger Zeit dazu bereit erklärt dich zu dieser Familienberatung zu begleiten.