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helga p fragte in Freunde & FamilieFamilie · vor 10 Jahren

Krebs und vom freund verlassen?

Ich habe brustkrebs, amputaion hinter mir, chemo stand an, musste wegen infekt verschoben werden. Mein Kind vom Ex hat sich einen tag vor der chemo entschieden bei ihrem vater zu leben. Ich war total verzweifelt, habe mit meinem freund telefoniert und war unfähig, viel zu sagen. darauf sagt er am telefon, anschweigen müssen wir uns auch nicht und legt auf. dann habe ich ne sms geschrieben, dass er sich, wenn er sich so verhält aus allem raushalten sollen. darauf hin ist er beleidigt und gekränkt.Ich soll ihn in ruhe lassen und er liest nicht mehr, was ich schreibe, schickt er mir. er drückt mir die daumen. toll. ich habe versucht, ihm verständlich zu machen, dass man in so einer situation sicherlich nicht alles, was man sagt auf die goldwaage legt. er kommt nicht, ich soll ihn in ruhe lassen und sein handy macht er aus. Hatte schon den krisendienst hier, die mir versichert haben, dass fast jeder in so einer situation sehr dünnhäutig ist und mein verhalten verständlich. aber ohne kind und partner kann man doch so etwas gar nicht durch stehen. Meine mutter bekommt auch grad chemo, von daher weiß ich, wie es einem da geht. wie kann ich das alleine bewältigen? hat jemand eine ähnliche situation erlebt? im moment denke ich, für was lohnt es sich, so zu leiden und zu kämpfen?

8 Antworten

Bewertung
  • vor 10 Jahren
    Beste Antwort

    Hast du es gut...

    Die beiden wären wohl derzeit 'ne Menge Ballast für dich. Du glaubst garnicht, wie solche Egoisten einen herunterziehen können und sei froh, dass sie dir gezeigt haben, wie sie zu dir stehen.

    Darauf kannst du dich verlassen. Ich weiss nicht, ob du es besser verdient hättest, aber manchmal kann man wesentlich besser alleine neu anfangen, als sich von solchen Monstern runterziehen zu lassen.

    Manche Menschen sind nicht gut für einen. Sei froh, dass du dich nun auf dich konzentrieren und deine Energien für dich einsetzen kannst.

    Das haben schon viele geschafft und du wirst es auch schaffen.

  • hi helga ...

    es lohnt sich immer zu kämpfen ... und das dein kind in der situation zu seinem Vater geht ... ist verständlich ... auch für Angehörige ... darunter gehören auch freunde, verwandte und bekannte ... ist die situation nicht einfach ... selbst sie bräuchten hilfe ... unterstützung ... weil sie selbst mit der situation meist nicht umgehen können ... selbst einen psychischen und seelischen knacks weg bekommen ...

    und du bist sicher nicht alleine ... dreh dich mal um ... und schau in deinem freundes-, bekannten- und familienkreis richtig hin ... der eine oder andere ist sicher für dich da .. hört dir zu ... und gibt dir mut ... du musst die signale nur richtig deuten ... meine mam hatte auch krebs ... und es war für mich als angehöriger nicht immer leicht ...

    und ich kann dir nur sagen ... lebe ... lebe ... lebe ... für wenn sollst du leben und ob es sich lohnt fragst du ... klar ... schau mal zum fenster raus ... siehst die blumen ... den himmel ... selbst die stinkenden autos ... oder die menschen die du garnicht kennst die überall rumwusseln ... all das könntest du nicht mehr sehn ...

    geh mal an deinen kühlschrank rieche und schmecke was ... schau etwas fern ... lese ein buch ... höre eine gute cd an ... das könntest du dann nicht mehr ...

    ruf dein kind an ... sag ihm du hast es lieb hast .. dafür lässt es sich kämpfen ... dafür lohnt es sich zu kämpfen ... ich wäre froh wenns meine mam mir noch sagen könnte ...

    ich drück dir von ganzen herzen beide daumen ... nur mut ... mach dem krebs neh kampfansage ... ich drück dich unbekannter weise ... glg danisahni

  • vor 10 Jahren

    das tut mir leid das zu lesen... aber... so schlimm das jetz auch sein mag für dich, es lohnt sich zu kämpfen!!! du weisst nicht, welche person auf dich "wartet"... es kommt auch eine zeit danach!!!

    halte durch! alles alles gute wünsch ich dir!!!

  • Anonym
    vor 10 Jahren

    Du darfst nicht aufgeben, du musst stets an dich glauben. Zwar habe ich keinen Krebs, aber COPD, an der ich sterben werde. Hatte letztens so einen Fall: Besuch bei mir, ich habe ein V - pap Beatmungsgerät wegen meiner Schlafapnoe bedingt durch die COPD. Mein Besuch: Was ist das ? Ich ein Beatmungsgerät! Besuch Wofür? Ich: Ich hab COPD. Besuch: Oh Gott - das ist doch nicht ansteckend? Ich doch - hochgradig sogar! Keine 3 Minuten später: Der Besuch ist weg. Anruf am Abend, Besuch: Unsere komplette Familie war beim Arzt. Ich: Und? Besuch: Du hast uns Angst eingejagd, jetzt wissen wir mehr.

    Fazit: 9 von 10 Personen sind einfach zu dämlich was zu kapieren. Die reissen das Maul auf ohne jegliche Ahnung oder Plan. und das nervt mich.

    so ist das auch bei dir: Die Leute verstehen es einfach nicht. Die sind nicht in der Lage zu begreifen, das du mit deinem Leiden bereits bestraft genug bist!

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  • vor 10 Jahren

    sicherlich magst und willst das nicht unbedingt lesen. aber................. sei einfach froh das du nun deine ganze kraft die du noch hast nur in dich selbst investieren kannst. niemand der von deiner kraft was abbekommt. du brauchst noch genug davon. und.................es gibt immer ein danach.

    glaub mir, denn ich hab es hinter mir.

    viel glück dir und alles gute**daumendrückt**

  • vor 10 Jahren

    Keiner kann Dir Deinen Schmerz und angst vor dem was noch kommt nehmen- alle können Dir nur trost zu sprechen

    Durch must Du da ganz alleine und nie Aufgeben

    Erkläre es alles Deinem Arzt, das Du Dich in Stich gelassen fühlst und

    angst davor hast dass Du es nicht alleine schafst

    Es gibt Selbsthilfegruppen für Menschen, die alleine da durch müssen

    Aber nur Dein eigner Wille zum Leben und Deine Selbstvertrauen

    schaffen es dass Du gesund wirst- Du schafst es auch

    Krebs ist heute kein Todesurteil mehr

    Deine Tochter must Du verstehen, sie ist mit Deiner Krankheit überfordert, weiß nicht wie sie damit umgehen soll- Ihre Omi hat es und nun die mama auch noh- es ist nicht jedes Kind so stark- glaube mir beim Papa denkt sie bestimmt an Dich

    Dein Freund, kann auch nicht damit umgehen, denn für jedem nahe stehenden Menschen ist es sehr schwer für ihm Dein Leid mit Dir zu teilen

    Darum ist es wichtig, nicht immer über Dich zu sprechen, wenn einer Fragt Na, wie geht es Dir?

    Sag lieber mal- mir gehts heute besser- auch wenn es nicht stimmt

    Denn Du ziehst die andern mit runter und das möchtes Du auch nicht

    Ich kenne auch zwei Krebs Kranke- die eine geht locker damit um und spricht über alles nur nicht über ihre Krankheit

    Dort gehe ich auch gerne hun

    Der andere redet nur über seine Krankheit, was alles gemacht wird, wie er leidet und nur jammern

    Dort gehe ich ungerne hin- weil ich ja nur über seine Krankheit zu hören bekomme

    Immer daran denken- nur Du bist krank, nicht die anderen und nur umbedauert zu werden, möchtes Du doch auch nicht

    Keiner meidet Dich weil Du so krank bist- sondern weil sie das gejammer nicht mehr hören möchten

    Ich hoffe das Du nicht so ein Mensch bist in Deiner Not

    Wünsche Dir alles gute- Du schafst es auch

  • vor 10 Jahren

    danisahni hat alles gesagt, was es zu sagen gibt. Kann mich nur anschließen. Gute Besserung, viel Kraft und viel Glück.

  • vor 10 Jahren

    Meine Mutter hatte ebenfalls Brustkrebs, nicht ganz vier Jahre nach der Diagnose ist sie gestorben. Ich habe sie ca. ein Jahr gepflegt und dann in einem Hospiz beim Sterben gegleitet.

    Ich selber hatte mal einen Tumor, von dem sich nach über zwei Wochen zeigte, dass er gutartig ist. Die Zeit der Ungewissheit habe ich insgesamt sehr positiv in Erinnerung, wie einen Rausch; allerdings hatte ich unmittelbar nach der Diagnose das Gefühl in ein tiefes Loch zu fallen, allerdings nur ca. eine Stunde lang. Ich hatte dann oft den Eindruck, dass nicht ich krank bin sondern meine Freunde und Bekannten, die total durchdrehen; und meine damalige Freundin war am schlimmsten. Insofern gebe ich Angehörigen oder Freunden von Kranken den Rat mit, nicht zu vergessen, wem es schlecht geht und wer eigentlich krank ist. Viele, und offenbar auch Dein Ex, sind mit der Situation total überfordert. Du selber hast allerdings mit Dir genug zu tun, Du kannst nicht auch noch zusätzlich für ihn oder andere da sein, außer Du denkst, dieses für sie da sein ist ein Teil Deines Lebens.

    Menschen mit einer schweren Krankheit verändern sich aber auch. Bei meiner Mutter ging es ganz gut, aber ich habe andere Leute erlebt, da ging es nicht gut. Sie hörten auf, den Tag und den Augenblick zu leben und die Ihnen verbleibende Zeit zu nutzen. Einfach hinaus zu gehen und sich zu freuen, dass die Sonne scheint! Das können Leute in Deiner Situation weitaus besser erleben als vermeintlich Gesunde. Sie können aber auch trotz Sonne nur den Regen sehen. Sie ziehen ihre Mitmenschen nach unten. Oder, um eine alte Weisheit zu zitieren: Die Lebensspanne ist die gleiche, ob Du sie nun lachend oder weinend verbringst.

    Man sagt gerne: Ein Kranker hat nur ein Problem, ein Gesunder hunderte! - Das kann man sowohl positiv als auch negativ leben. Abermals ist die Wahl bei Dir. Dein Ex und Dein Kind haben nun noch ein Problem mehr, nämlich den Umgang mit Dir.

    Ich denke, Du kannst diese Zeit ohne Kind und Partner durchstehen. Vielleicht sogar besser, als mit, wenn sie beide nur zur Last werden. Du erwartest oder wünscht, dass sie eine Stütze für Dich sind. Aber hast Du den Eindruck, dass sie das derzeit sein können?

    Meine Mutter hatte das Pech, dass ihr Freund seine Frau ebenfalls durch Krebs verloren hatte. Nun sollte er das alles ein zweites Mal durchleben. Er kam damit mehr schlecht als recht zurecht. Ich denke, man kann von niemandem irgendetwas erwarten. Menschen sind schwach, zumal in solchen Situationen.

    Es lohnt sich zu leiden und zu kämpfen, solange Du weißt, wofür. Meine Mutter hat zuletzt sehr beklagt, dass ich sie "so" in Erinnerung behalten würde. Nun, ich habe sie wirklich "so" in Erinnerung behalten, als jemanden, von dem ich mir immer wieder denke, dass ich gerne so leben können würde, wie sie gestorben ist. Du musst selbst wissen, wofür Du leidest und kämpfst. Aber es ist sicher Wert zu leiden und zu kämpfen, um Deinem Kind ein Vorbild zu sein und um ihm das zu vermitteln, was du für gut und richtig hälst, ihm etwas für den weiteren Lebensweg mit auf den Weg zu geben, egal, ob Du nun gesund wirst oder stirbst.

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