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Warum greift kein Roulette-System?
Um der Spielbank dauerhaft Geld abzunehmen.
8 Antworten
- LillaMyLv 5vor 1 JahrzehntBeste Antwort
Ein System, das aus den bisher gefallenen Zahlen auf die zukünftig fallenden Zahlen schließt, kann nicht funktionieren, weil die Ergebnisse der einzelnen Spiele unabhängige Zufallsvariablen sind.
Ein System, bei dem nach einem Verlust der Einsatz verdoppelt wird, kann nicht funktionieren, weil Roulette wahrscheinlichkeitstheoretisch gesehen ein Supermartingal ist. Das ist alles andere als super, denn es bedeutet, dass der Spieler im Erwartungswert nach jedem Einsatz weniger Spielkapital hat als vorher. (Wahrscheinlichkeit für Gewinn kleiner als 1/2; bei einem fairen Spiel wäre die Wahrscheinlichkeit für Gewinn 1/2)
siehe hier:
http://books.google.de/books?id=6eO50th-_kkC&pg=PA...
In dem Buch "Alles Zufall" von Stefan Klein wird beschrieben, wie eine Gruppe von technisch versierten Leuten eine Spielbank ausgetrickst hat. Nach physikalischen Laboruntersuchungen konnte man aus der Geschwindigkeit der Kugel, dem Luftwiderstand usw. abschätzen, wo die Kugel zuerst aufschlagen würde. Unter dieser Bedingung konnte man einige Zahlen von vornherein ausschließen. Die (empirischen) bedingten Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Zahlen waren dann größer als 1/2. Dem Spieler am Tisch musste nun noch das Ergebnis der Berechnung übermittelt werden. Er setzte dann im letzten Moment. Aber irgendwann bekam die Spielbank das raus. Siehe Kapitel 3 in
- Zac ZLv 7vor 1 Jahrzehnt
Sehr einfach: der Erwartungswert ist bei jeder Spielvariante negativ, d.h. du verlierst auf Dauer immer Geld.
Ich habe noch nie im Spielkasino gespielt, aber mW ist es doch so, dass du den doppelten Einsatz gewinnst, wenn du auf Rouge oder Noir setzt. Das ist ja der einfachste Fall. Die Chancen sind aber nicht 50:50, sondern 18/37, weil es ja noch die grüne Null gibt.
Der Erwartungswert E für den Geldeinsatz G wäre also:
E = -G + (18/37 * 2 * G + 19/37 * 0) = - 1/37 G
Im Schnitt verlierst du bei gleichem Einsatz also bei jedem Spiel 1/37 des Einsatzes.
Wäre der Erwartungswert beim Roulette positiv, dann wäre es kein Geschäft und kein Kasino hätte einen Roulette-Tisch. Ist beim Lotto dasselbe! ;-)
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Es gäbe da schon ein System, mit dem man Geld gewinnen kann, aber natürlich hat auch das einen Haken!
Wenn du auf Rouge/Noir setzt, bekommst du den doppelten Einsatz (E) zurück.
Es gibt zwei Möglichkeiten, wie ein Spiel ausgehen kann:
1. Verloren. Gewinn = 0 - E = - E
Nichts gewonnen, aber der Einsatz ist weg; der Gewinn ist der negative Einsatz, oder einfacher: ein Einsatz verloren.
2. Gewonnen. Gewinn = 2E - E = E
Im zweiten Fall kannst du aufhören und hast einen Einsatz gewonnen.
Im ersten Fall spielen wir weiter, und zwar mit doppeltem Einsatz. Wieder gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Verloren. Gesamtgewinn: 0 - 2E - E = -3E
Nix gewonnen, der Einsatz ist weg, hinzu kommt der Verlust aus dem ersten Spiel.
2. Gewonnen: Gesamtgewinn: 2*2E - 2E - E = E
Im zweiten Fall kannst du aufhören und hast einen Einsatz gewonnen.
Im ersten Fall spielen wir weiter, und zwar mit wieder verdoppeltem Einsatz. Wieder gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Verloren. Gesamtgewinn: 0 - 4E - 3E = -7E
2. Gewonnen: Gesamtgewinn: 2*4E - 4E - 3E = E
Im zweiten Fall kannst du aufhören und hast einen Einsatz gewonnen.
Im ersten Fall spielen wir weiter, und zwar mit wieder verdoppeltem Einsatz. Wieder gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Verloren. Gesamtgewinn: 0 - 8E - 7E = -15E
2. Gewonnen: Gesamtgewinn: 2*8E - 8E - 7E = E
Auf dieses System spielt wohl John D an, und wenn ich ihn recht verstehe, ist es in der Realität verboten.
Eigentlich bräuchten die Kasinos es aber gar nicht verbieten, es hat nämlich ein kleines Problemchen:
Auch wenn die Wahrscheinlichkeit viele Male in Folge zu verlieren immer geringer wird je länger die Verlustfolge dauern soll, ist sie real da.
Um eine Pechsträhne zu überdauern, muss der Einsatz jedes Mal verdoppelt werden:
Um ein verlorenes Spiel überstehen zu können, muss man genug Geld haben, um am zweiten Spiel teilnehmen zu können, also den verlorenen Einsatz des ersten Spiels und den Einsatz für das zweite Spiel, insgesamt 1+2 = 3 =2²-1 Einsätze.
Um zwei verlorene Spiele überstehen zu können, muss man genug Geld haben, um am dritten Spiel teilnehmen zu können, also den verlorenen Einsatz der ersten zwei Spiele und den Einsatz für das dritte Spiel, insgesamt 1+2+4 = 7 =2³-1 Einsätze.
Allgemein braucht man (2 ^ n+1) - 1 Einsätze, um n verlorene Spiele überstehen zu können.
Wer z.B. die von John D angesprochene 9er-Pechsträhne durchstehen will, muss den 1.023-fachen Einsatz in der Tasche haben.
Und jetzt kommt das Entscheidende:
Wofür das alles?
Um EINEN Einsatz zu gewinnen!
Und wer macht denn das?
Stell dir vor, du genug Geld, um einen Verlust von 1.000 € zu verschmerzen. Wenn du dann nach einer Pechsträhne von neun verlorenen Spielen gewinnst, hast du 1,00 € gewonnen.
Herzlichen Glückwunsch. Dafür bekommst du im Spielkasino wahrscheinlich noch nicht einmal ein Glas Wasser. Vielleicht ein paar Eiswürfel.
Was ich sagen will, ist folgendes: Man braucht schon ein ganz schön dickes Geldpolster, um längere Pechsträhnen überstehen zu können. Auch wenn diese nicht sehr wahrscheinlich sind, sind sie sehr wohl möglich, und man MUSS die Pechsträhnen überstehen können, sonst ist der gesamte Einsatz futsch.
Wenn man nun z.B. die angesprochene 9er-Pechsträhne übersteht, dann hat man einen famosen Gewinn von gerade mal 0,1% des gesamten Einsatzes gemacht.
Und das ist irgendwo lächerlich.
Da sich eine Pechsträhne in der Praxis aber nicht auf neun begrenzen lässt, bräuchte man unendlich viel Geld, um 100% sicher zu sein, nicht zu verlieren. Der Gewinn wäre trotzdem immer der erste Einsatz, der mit jedem weiteren Spiel immer unerheblicher wird.
Mit anderen Worten, das ist ein System für Multi-Fantastilliardäre, die sich über einen Gewinn von 1,50 € freuen, wenn du weißt was ich meine.
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Zurück zu deiner eigentlichen Frage: das, was die meisten Leute unter einem System verstehen (also nicht das beschriebene, etwas debile Verdopplungsspielchen), kann es nur geben, wenn es auf irgendeine Weise gelingt, zukünftige Ergebnisse zu prognostizieren.
Unter der Voraussetzung, dass jedes Ergebnis gleich wahrscheinlich ist, kann es so ein System nicht geben, weil die Kugel ja kein Gedächtnis hat. Manchmal hört man -z.B. beim Würfeln- Sprüche wie "Wir hatten schon lange keine Sechs mehr, jetzt muss bald eine kommen.". Das ist Blödsinn. Der Würfel hat kein Gedächtnis und zählt die vorigen Ergebnisse nicht mit.
Jetzt könnte man sagen "Ist es nicht sehr unwahrscheinlich, siebenmal hintereinander eine 6 zu würfeln?". Das wäre richtig. Dabei wird aber übersehen, dass jede der knapp 280.000 Kombinationen (6 hoch 7) genauso unwahrscheinlich ist. Nur empfindet man aufgrund selektiver Wahrnehmung z.B. die Würfelreihe "1, 3, 6, 2, 6, 5, 2" als wenig spektakulär, obwohl sie genauso (un)wahrscheinlich wie "6, 6, 6, 6, 6, 6, 6" ist.
Ich glaube, diese fixe Idee eines Systems beruht letztlich auf dieser psychologischen Fehlleistung: man glaubt, durch Analyse voriger Ergebnismuster auf die Zukunft schließen zu können, doch das kann nicht funktionieren.
Ein System ist nur dann möglich, falls die Ergebnisse doch nicht zufällig sind. Wenn eine der Roulette-"Kugelschalen" -sagen wir die 15- z.B. einen höheren Anteil eines magnetischen Metalls enthielte und die Kugel leicht magnetisch wäre, dann könnte die Wahrscheinlichkeit, dass die 15 kommt, etwas größer als 1/37 sein. Das wäre dann aber gewissermaßen ein Materialfehler und das System, immer nur auf die 15 zu setzen, würde dann auch nur an diesem einen Roulette-Tisch funktionieren.
Wenn du mich fragst, dann ist "um der Spielbank dauerhaft Geld abzunehmen" das System von Danny Ocean (http://de.wikipedia.org/wiki/Ocean%27s_Eleven ) wesentlich besser geeignet!
Dazu braucht man aber Julia Roberts! ;-)
Gruß
- Anonymvor 1 Jahrzehnt
Es gibt schon ein perfektes System - allerdings nur im Film !
- TomLv 7vor 1 Jahrzehnt
Die Wahrscheinlichkeit eines Gewinns ist
immer kleiner als das Verhältnis von günstigen
zu möglichen Setzmöglichkeiten.
Bsp.: Setzt man dauerhaft auf pair, dann beträgt
die Gewinnwahrscheinlichkeit 18/37<1/2, da
es 18 gerade Zahlen, aber insgesamt nicht
36 Zahlen, sondern 37 (einschließlich 0 gibt).
Man bekommt aber nur den doppelten Einsatz im
Gewinnfall ausgezahlt.
Das verhält sich bei allen Setzmöglichkeiten so.
Z.Bsp.: Setzt man auf eine einzelne Zahl, ist die
Gewinnwahrscheinlichkeit 1/37. Man bekommt
aber nur den 36-fachen Einsatz ausbezahlt.
Damit verliert man zwar langfristig nur wenig bei
jedem Spiel, aber man verliert stetig.
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- vor 1 Jahrzehnt
Ich versteh einfach nicht, warum es solche Spielhäuser (Casinos) gibt.
Es gibt doch viel schöneres als Geld ausgeben und dazu noch was verlieren.
Wie wäre es mit Sport? Kostet überhaupt kein Geld und tut dem Körper und dem Geldbeutel total gut!
Also ich weiß nicht was an solchen Spielen süchtig machen kann und viele dadurch in die Riesenschuldenfalle geraten. Tz tz tz.....
- Anonymvor 1 Jahrzehnt
das einzig sichere system ist eine spielbank zu betreiben
- Anonymvor 1 Jahrzehnt
Weil die Kugel immer anders fällt und der Croupier auch die Kugel mit unterschiedlicher Wucht werfen kann. All diese Unwägbarkeiten lassen ein sicheres Spielsystem nicht zu.
Gruß
Franky
- Anonymvor 1 Jahrzehnt
Die einfache Antwort: bei jedem Wurf sind die Chancen wieder die gleichen - und es gibt jeweils ein Tischlimit, sodass man seine verlorenen Einsätze nicht einfach durch Verdoppeln zurückgewinnen kann.
Ich hab mal in Baden-Baden einige Leute etliche Tausender verlieren sehen, als an einem Tisch 9 mal nacheinander "Rot" kam ...