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Anonym
Anonym fragte in Schule & BildungHausaufgabenhilfe · vor 1 Jahrzehnt

Könnt ihr mir bitte einen Aufsatz schreiben ?

Warum wird Karl der Große als Vater Europas bezeichnet ?

Danke an alle die mir helfen !

4 Antworten

Bewertung
  • vor 1 Jahrzehnt
    Beste Antwort

    Karl der Große - Der Vater Europas

    Selbst dem Laien ist er neben Friedrich Barbarossa und Otto dem Großen wohl der bekannteste aller Kaiser: Karl der Große.

    Geboren wurde Karl wohl am 2. April 742 (ältere Forschung) oder 747 (neuere Forschung) als ältester Sohn des fränkischen Hausmeiers Pippin III. des Jüngeren, welcher sich 751 selbst zum König der Franken wählen lies.

    Bereits 754 wurde Karl mit seinem Vater, seiner Mutter und seinem jüngeren Bruder Karlmann in St-Denis von Papst Stephan II. zum König gesalbt.

    768 folgten er und sein Bruder ihrem Vater in der Regierung nach. Zwar wurde das Reich geteilt, doch bereits 771, nach Karlmanns frühem Tod, vereinte es Karl wieder.

    774 eroberte er Pavia, setzte König Desiderius ab und machte sich selbst zum König der Langobarden.

    778 versuchte Karl, Spanien zu erobern, was aber zunächst erfolglos verlief.

    Von 772 bis 804 zog sich der sog. Sachsenkrieg hin, der schließlich mit vollem Erfolge Karls endete: die heidnischen Sachsen wurden christlich und gehörten zum fränkischen Großreich.

    788 setzte Karl den Herzog von Baiern, Tassilo III. ab und verbannte ihn ins Kloster. Dies beseitigte das letzte Stammesherzogtum in Karls Herrschaftsbereich.

    Nach dem erfolgreichen Krieg gegen die Avaren (791-796) wurde Karl schließlich bereits als pater Europae verehrt und spätestens seit dieser Zeit nennt man ihn "den Großen". Ihm war es gelungen, das Frankenreich zur führenden Großmacht neben dem Oströmischen Kaiserreich und dem Kalifat von Bagdad zu machen.

    799 schließlich floh Papst Leo III. (795-816), durch den römischen Adel vertrieben, zu Karl nach Paderborn und flehte ihn um Hilfe an.

    Nachdem er den Papst nach Rom zurückgeführt hatte, wurde er von diesem am Weihnachtstag 800 zum Kaiser gekrönt. Er hatte das weströmische Kaisertum, das seit 480 vakant war, erneuert und war somit dem oströmischen Kaiser ebenbürtig. Doch sollte es noch bis 812 dauern, ehe man sich mit Byzanz arrangierte. Sein voller Kaisertitel lautete: Karolus serenissimus augustus, a Deo coronatus magnus pacificus imperator, Romanum gubernans imperium, qui et per misericordiam Dei rex Francorum atque Langobardorum bzw. Imperator caesar Karolus rex Francorum invictissimus et Romani rector imperii pius felix victor ac triumphator semper augustus.

    In seinen letzten Lebensjahren kam es v.a. zu Problemen mit den Wikingern, die 793 erstmals vor der Küste Englands auftauchten und seitdem Angst und Schrecken verbeiteten; 799 fielen sie auch ins Reich Karls des Großen ein. Karls Erzfeind in diesen Jahren war der Wikingerkönig Gudfred (Gottfried) (802-810), der auch die aufständischen Sachsen gestützt hatte. Er fiel in Friesland ein und begann, einen Schutzwall an der dänischen Grenze (Danewerk) zu errichten. 810 wurde er aber von seinen eigenen Leuten ermordet.

    Mit dem Einfall von 799 begann eine Reihe von Wikinger-Angriffen, die das ganze 9. Jahrhundert andauern sollten.

    813 erhob Karl seinen überlebenden Sohn Ludwig in Aachen (ohne päpstliche Krönung) zum Mitkaiser.

    Als Karl der Große am 28. Januar 814 mit 71 (bzw. 66) Jahren in Aachen verstarb - damals ein unglaublich hohes Alter -, folgte ihm Ludwig problemlos.

    Karl dem Großen war es gelungen, das Frankenreich im Inneren zu stärken, das Weströmische Reich zu erneuern, und sich gegen alle seine Feinde durchzusetzen.

    Bald nach seinem Tod (843) wurde sein Reich durch drei geteilt: in ein Westfränkisches Reich (das spätere Frankreich), in ein Ostfränkisches Reich (das spätere Deutschland), und in ein Mittelfränkisches Reich (Lothringen), welches ständiger Zankapfel werden sollte. Nur einmal noch (885-887) wurde das Gesamtreich kurz vereinigt, bevor es endgültig auseinanderbrach.

    1165 wurde er auf Betreiben Friedrich Barbarossas durch den Erzbischof von Köln, unter Billigung des (Gegen-)Papstes Paschalis III. heilig gesprochen. Diese Heiligsprechung wurde von Papst Alexander III. aber abgelehnt, so dass sein Gedenktag nie offiziell anerkannt wurde. Seit 1176 wird die Verehrung allerdings von der katholischen Kirche geduldet.

    Somit ist er neben Heinrich II. (1002-1024; heilig seit 1146) der einzige Heilige unter den mittelalterlichen Kaisern.

  • vor 1 Jahrzehnt

    he, shreib ihn dir doch selbst...du darfst fragen stellen aber jetzt noch darum betteln dass ihn dir einer shreibt ist richtig mies!

  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Selten so gelacht.

  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Ich werde dir keinen Aufsatz schreiben, aber ich kann dir einen Tip geben: Analysiere seine Krönung und sein Verhältnis zum oströmischen Reich!

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