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catryn fragte in TierePferde · vor 1 Jahrzehnt

Wieso ist diese Kombination so überaus beliebt?

Unerfahrene Reiter und Neupferdebesitzer kaufen sich allzu gerne junge, ebenfalls unerfahrene Pferde, obwohl es doch wohl bekannt sein dürfte, daß diese Kombination konfliktbeladen ist. Wieso ist das so verbreitet? Wie denkt ihr darüber?

Update:

@alle

ja genauso habe ich mir eine interessante Diskussion vorgestellt. Weiter so, ich will noch mehr Meinungen hören.

@nimjania

solche Beiträge sollten in Foren wie diesem hier viel mehr eingestellt werden, damit klar wird, daß man die "eingesparten" Kosten eben hinterher ausgibt. Nur leider fehlt den meisten dann die Einsicht und sie wurschteln solange am Pferd rum, bis es nicht mehr geht. Dann wird das Pferd weitergereicht (meist ohne die Chance an jemand zu geraten, der damit klarkommt oder Korrekturerfahrung hat) oder der Hilferuf landet hier, wie man sehen kann. Und dann wird nach einem Spezialschnellrezept oder dem ultimativen Tipp gefragt zur sofortigen Lösung des Problems.

Update 2:

@iris

natürlich ist es möglich, nur nicht ohne Hilfestellung, aber genau die wird meist erst nachgefragt, wenns schon fast zu spät ist. Ich wollte einfach mal klarmachen, daß es mit dem Pferdekauf nicht getan ist; das die Arbeit dann erst losgeht und es angeraten ist, sich fachmännische Hilfe zu holen.

@regnau

hey, da hast du dich aber mal richtig präzise ausgedrückt, ansonsten habe ich immer ein bißchen schwierigkeiten, zu verstehen, was du meinst bei dem vielen Text drumrum. Weiter so.

Update 3:

@fairy

ja da hast du die leidige Farbfrage angeschnitten. Ich kenne mehr als nur einen Fall, wo das Pferd sooo schööön

schwarz war. Es geht nichts über die Faszination eines total schwarzen Pferdes, dahinter verblassen dann sogar wirklich bedenkliche Beinstellungen und verwachsene Hufe. So was steht gerade jeden Tag vor mir, reiten kann man nicht, aber angucken (ist auch was wert) seufz...

Update 4:

@dorka

das ist schön, da ist es mal gut ausgegangen, aber wie du berichtest, hattest du eben erfahrene Hilfe, das ist natürlich in Ordnung, sobald ein erfahrerner Trainer darüber wachen kann, wos langgeht. Dann können Pferd und Reiter zusammenwachsen, aber eben unter Aufsicht; und das Ziel der Ausbildung muß ja nicht Turnierreiten sein. Wer also gern ins Gelände geht, bitteschön, aber eben in die Richtung, die der Reiter möchte und eben in der gewünschten Gangart und Geschwindigkeit und wenn das Pferd so trainiert wurde, daß es die Anforderungen bequem und ohne gesundheitliche Schäden erfüllen kann.

Update 5:

@jörg

ja genau so einen Fall hatte ich auch mal, da wurde aus "erziehungstecnischen Gründen" (der Junge war dabei, auf die schiefe Bahn zu geraten) einem 13jährigen eine dreijährige (ganz schwarze :-)) Vollblutstute gekauft, man hat ja einen eigenen Stall (aber null Ahnung). Dort wurde die Stute dann allein gehalten mit gelegentlichen anderen Pferden als Gesellschaft (aber immer wieder verlassen). Als es zunehmend im Umgang und beim Reiten als auch in der Erziehung des Jungen Probleme gab, kam der Junge ins Internat (davor gabs einen Versuch auf der Walddorfschule) und die Stute zu mir.

Sie litt unter einem Verlassenheitstrauma, man konnte sie nicht als einzige von der Koppel holen. Zum Reiten/Longieren mußte ich immer ein anderes Pferd aus ihrer Herde mitnehmen und auf den Platz stellen. Im Laufe der Zeit wurde es besser und auch ausbildungstechnisch machte sie Fortschritte. Eine gute Reitschülerin von mir nahm eine Reitbeteiligung und kümmerte sich liebevoll um sie.

Update 6:

Gemeinsam gelang es uns, sie langsam wieder zu einem "normalen" Pferd zu machen. Sie faßte u.a. soviel Vertrauen zu mir, daß sie dann auch z.Bsp. beim rausführen der Pferde mal als letzte drankommen konnte oder auch als eerste, so daß sie auf der Koppel auf die anderen warten mußte. Hierauf war ich besonders stolz, denn ihre Verlassenwerden-Angst war schon überdimensional. Nur in den Schulferien, wenn ihr Besitzer zu Besuch kam, holte sie ihr altes Verhaltensrepertoire wieder hervor. Nachdem er dann vorzeitig das Internat verlassen hatte und sich die Frage stellte, ob die Familie das Pferd wieder in ihren eigenen Stall stellen soll, bemühte ich mich zusammen mit der Reitbeteiligung um einen Verkauf an diesselbe. Obwohl die Eltern dafür waren, stellte der junge Mann sich stur und nahm die Stute wieder mit in die alten Verhältnisse. Ich habe es vermieden, mich nach ihrem Befinden zu erkundigen. Ich denke, sie ist jetzt so gestört, daß man sie nicht wieder hinbiegen kann. Seufz.....

Update 7:

@bina

ja also dann ist es natürlich super, wenns auch noch gleich innerhalb der Familie klappt und bereits die richtige Erfahrung vorhanden ist.

16 Antworten

Bewertung
  • Fairy
    Lv 6
    vor 1 Jahrzehnt
    Beste Antwort

    Hallo Catryn,

    meiner Meinung nach gibt es verschiedene Gründe.

    Oft sind unerfahrene Reiter noch sehr jung und finanziell nicht in der Lage ein ausgebildetes Pferd zu kaufen. Oder sie haben betuchte Eltern ohne Pferdekenntnis, die dann ein Pferd kaufen weil zum Beispiel die Farbe schöner ist (hab ich schon erlebt *kopfschüttel*) als die Farbe von einem etwas älteren "Lehrpferd".

    Dann spukt in vielen "Jungmädchenhirnen" der Gedanke einem Pferd alles selbst beibringen zu wollen, weil ein junges Pferd noch nichts "Böses" erlebt hat und keinerlei schlechte Erfahrung gemacht hat.

    Was auch ein Punkt sein kann ist der Trainer, der sich dabei einen Vorteil verspricht. Die Einnahmen durch Beritt und Reitstunden oder ganz (uneigennützig) Turniervorstellung.

    Es mag in seltenen Fällen (mit einem kompetenten Trainer) sogar gut gehen, aber beim Großteil ist hinterher das Pferd der Chef und es mangelt komplett an Erziehung und reiterlicher Ausbildung.

    Dann ist das Pferd der Leidtragende und wird, wenn sich nicht wirklich ein erfahrener "Liebhaber" findet der sich die Mühe macht, von Besitzer zu Besitzer weiter gereicht.

    Oder es bekommt gesundheitliche Probleme, weil durch falsche Belastung die Sehnen, Bänder und Gelenke einen Schaden davontragen und der Muskelaufbau ebenfalls leidet.

    Nachtrag:

    Kann ich mir sehr gut vorstellen, als ich das erlebt hab konnte das Mädel (ca.13 Jahre) ein traumhaft ausgebildetes Pferd (Fuchs) nicht mal an die Hilfen stellen. Gekauft haben sie dann eine angerittene 4-jährige braune Stute.

    Oft scheint es auch so, dass diese Reiter auch die Vorstellung haben, je jünger das Pferd, desto länger habe ich es.

    Leider sind viele Pferde dann 7-jährig ein psychisches und/oder physisches Wrack.

    Und es gibt noch manche "nette" Pferdehändler (klar ist es irgendwie ihr Job), die mit einer Überzeugung erklären können: "Das ist genau das richtige Pferd für dich."

    @Idril, Webster und Jörg:

    So bin ich vor fast 17 Jahren zu meiner Stute gekommen.

    Auch ein Papa Neureich hat für seinen 8-jährigen Sohn ein Pferd gesucht. Die Kriterien so groß wie möglich (der Junge wächst ja), so jung wie möglich (man will ja lange daran haben) und so weit ausgebildet wie möglich (man will sich auf Turnier schnell hochreiten können). Also wurde diese Stute gekauft, 6-jährig, Dressurpferde-M gewonnen und ein Stockmaß von 1,70 m.

    Nach kurzer Zeit ging sie mit dem Jungen nur noch durch und er bremste sie an anderen Pferden (seitdem kriegt sie Panik wenn ein Pferd schneller von vorn oder schräg auf sie zu kommt). Daraufhin hat sich der Reitlehrer draufgesetzt und meinte sie hat M gewonnen, sie MUSS das können. Den hat sie dann komplett in die Ecke gesetzt und so kam der Sch...gaul wieder zu uns in den Stall. Da war man der Meinung, wenn sie keine Dressur geht dann wird sie halt Springpferd. Und so wurde sie von einer der Pflegerinnen dort täglich etwas bewegt, das heißt paar Runden um den Platz in den drei Gangarten auf jeder Hand, ab und zu paar Sprünge und das wars.

    Hätte ich sie damals nicht gekauft, wäre sie auch so ein Kandidat geworden, der so lange weitergereicht wird bis er letztendlich als unreitbar beim Schlachter landet.

    Gut sie war mit 6 Jahren nicht mehr ganz roh, aber psychisch noch lange nicht so gefestigt wie ein 10-jähriges Pferd.

  • vor 1 Jahrzehnt

    Hallo Catryn!

    Da hast Du ein heisses Eisen angepackt, über das es immer wieder heftige Diskussionen gibt.

    Eine solche Kombination KANN gut gehen, kenne selbst Fälle, wo das erfolgreich gelaufen ist. Aber das sind meiner Erfahrung nach die Ausnahmen. In der Masse gilt immernoch der alte Grundsatz "Ein unerfahrener Reiter lernt von einem erfahrenen Pferd, ein unerfahrenes Pferd von einem erfahrenen Reiter!"

    Zudem stellt sich mir auch immer wieder die Frage, warum ich als Reitanfänger überhaupt auf Biegen und Brechen ein eigenes Pferd haben muss? Warum nicht erst mal ein paar Jahre ordentlich reiten lernen und mir das notwendige Wissen über die Bedürfnisse des Pferdes und Haltungsbedingungen aneignen? Erst mal erleben und erfahren, was es überhaupt bedeutet, ein eigenes Pferd zu haben. Die meisten haben davon eine romantische und idealisierte Vorstellung, so nach dem Motto "Wenn ich ein eigenes Pferd habe kann ich damit machen was ich will und reiten so oft und soviel ich will!". Wenn es dann erst mal darum geht, Winternächte bei einem kranken Pferd im Stall zu verbringen oder bei Sturm und Regen, eventuell noch mit Erkältung und Fieber, den Stall zu machen und das Pferd zu versorgen, ist die Romantik ganz schnell verflogen. Oder ein- oder zweimal täglich zur Versorgung eines kranken Pferdes zum Stall zu müssen, die laufenden Kosten + TA zu tragen und trotzdem wochenlang nicht reiten zu können. Kommen dann noch reiterliche Probleme hinzu, die eventuell sogar gefährlich werden können, haben die meisten ganz schnell die Schnauze voll.

    Die Fälle, die ich kenne und wo die Kombi gut ging, hatten eigentlich immer die gleichen Voraussetzungen. Entweder Kinder, deren Eltern erfahrene Pferdeleute sind, die die Ausbildung von beiden fördern und überwachen. Oder Erwachsene, die ihre Pferde über alles lieben und sich ihrer eigenen Unkenntnis und Unerfahrenheit durchaus bewusst sind. Diese haben ihre Pferde alle von Anfang an in einem guten Ausbildungsstall untergebracht und gemeinsam mit einem erfahrenen Trainer von der Pike auf (also schon vom Putzen und Führen) mit ihren Pferden gemeinsam gelernt. Die Ausbildung unterm Sattel wird dann dem Ausbilder überlassen, während sie selbst regelmässigen Unterricht auf guten Schulpferden nehmen. Und selbst wenn sie dann endlich ihre eigenen Pferde reiten können, lassen sie sie regelmässig Korrektur reiten. So realistisch und gut durchdacht kann das schon gut klappen.

    Auf diesem Weg kann es wirklich gut gehen. Aber das setzt beim Besitzer ein paar Qualitäten voraus, nämlich realistische Selbsteinschätzung, Kritikfähigkeit, Lernbereitschaft und den notwendigen finanziellen Background. Sind diese Dinge nicht gegeben, würde ich jedem Anfänger dringend von einem Jungpferd abraten!

    Denn leider kenne ich viel mehr Fälle, in denen es in die Hose ging. Da wurden die Pferde dann (vielleicht noch mit Unterstützung irgendeines Bekannten, der meint, sich auszukennen) irgendwie "freestylemässig zugeritten". Keines dieser Pferde bekam jemals eine ordentliche Grundausbildung. Für das Ende dieses Szenarios gibt es dann zwei Möglichkeiten. Das Pferd wird behalten, weil es trotz allem einfach todbrav ist. Diese Pferde bekommen dann nach ein paar Jahren durch das falsche Reiten alle gesundheitliche Probleme im Bewegungsapparat, Rückenprobleme, unspezifische Lahmheiten usw. Und dann ist das Geschrei und Unverständnis jedesmal gross.

    Oder das Pferd ist eben etwas sensibler oder charakterstärker und wird mit der Zeit immer schwieriger. Meist werden sie verkauft, gehen von einer Hand zur anderen, werden immer schlimmer und enden schliesslich beim Metzger. Es sei denn, sie haben vielleicht das Glück, in erfahrene Hände zu kommen zu jemanden, der die Geduld und die Zeit aufbringt, die vergangenen Fehler wieder zu korrigieren. Dieses Glück dürften aber die wenigsten haben.

    Fazit: Sind die Voraussetzungen nicht ideal, würde ich von einer solchen Kombination abraten. Der Leidtragende ist im Endeffekt wie immer das Pferd, auf die ein oder andere Weise. Leider denken viele Pferdekäufer nur von 12 bis Mittag und sind sich der Verantwortung, die sie für die gesamte Zukunft eines Jungpferdes übernehmen, überhaupt nicht bewusst.

    @Idril: Das funktioniert natürlich nur dann, wenn das Pferd regelmässig Korrektur geritten wird und die Einstellung des Besitzers realistisch und gesund ist. Zum Glück gibt es ja nicht nur solche extremen Negativbeispiele wie hier bei YC.

    @Fairy: Dieses Spiel kenne ich auch. Die Freundin eines Bekannten (Anfängerin und dann auch noch ängstlich), wollte unbedingt ein eigenes Pferd weil ihr Freund auch eines hat. Zuerst haben sie eine 7-jährige Dressurstute angeschafft. Ein klasse Pferd! Kannte nur arbeiten, war sehr willig und mit einem super Vorwärtsdrang und Bewegungspotential. Bei zweimal reiten fiel sie zweimal runter und der Gaul stand erst mal ein halbes Jahr auf der Weide, bis sie ihn wieder verkauft hat. Als nächstes kaufte sie einen 4-jähriges deutsches Reitpony, hoch im Blut stehend und völlig roh. Auf meine Frage warum um Himmels Willen dieses Pferd kam die Antwort: "Weil er so traumhaft schön ist!" (Was zwar stimmt, aber ja wohl kein Argument ist!) Nach knapp einem Jahr mehr oder weniger "Rumdoktern" wurde das Pferd wieder verscherbelt und sie hat sich endlich einen todbraven Tinker angeschafft. Das Pferd ist so ruhig, dass ich mich manchmal frage, ob er nicht krank oder ausgestopft ist ;-) Für mich wäre das die Definition der Langeweile, für dieses Mädel ist es das ideale Pferd.

    Das kleine Reitpony ist mittlerweile in der 5. Hand und wird grad wieder zum Verkauf angeboten. Mittlerweile gilt er als "Problempferd", obwohl er Top-Anlagen hatte, als ich ihn kennenlernte. Der Besitzer verkauft ihn entweder an Freizeitreiter oder an den Schlachter (er ist jetzt grade mal 6 Jahre alt geworden).

    Und diese Fälle gibt's wie Sand am Meer, aber erst mal sind alle vernünftigen Argumente, die man diesen Leuten vorhält, totaler Quatsch und man hat ja keine Ahnung ...

    @Lisa: Sehr vernünftige und realistische Einstellung! Ich wünschte, mehr Leute würden so denken, das würde den Pferden vieles ersparen.

  • Iris
    Lv 6
    vor 1 Jahrzehnt

    Da muss ich im Gegenzug sagen, dass gut ausgebildete Pferde durch unfähige Reiter ebenso versaut werden können.

    Denn ein erfahrenes Pferd kann einem jungen Reiter nichts beibringen.

    Ein junger aber lernwilliger Reiter mit sachkundiger Anleitung kann sehr wohl zusammen mit einem jungen Pferd lernen.

  • vor 1 Jahrzehnt

    Als wir unsere erste Stute kauften war sie 2,5 Jahre alt. Meine Tochter Reitanfänger und ich schon jahrzehnte aus dem Geschehen. Erst mal den Stall gesucht. Hier hat man uns erklärt, wie schön es doch sei,wenn beide miteinander lernen und zusammenwachsen. Na, ja .Jeden Tag seht ein Dummer auf. In diesem Fall wir. Nix ging, aber als wir nach 8 Wochen den Stall gewechselt haben,hat der neue Stallbesitzer etwas gesagt : 2 Unerfahrene , das ist so als wenn man 2 I-Männchen zusammensetzt damit sie Algebra voneinander lernen. Der Beritt war echt teuer!! Vielleicht haben viele Leute auch diese Traumvorstellung. Und manchmal klappt es vielleicht. Aber oft "funktioniert" es nicht. Das 2te ist sicher die finanzielle Seite. Gut gerittene Pferde haben eben ihren Preis und Reitstunden muss man eh bezahlen. Da glauben manche das sie "zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen" und noch sparen können. Bei uns am Stall haben sogar einige ihre Pferde geleast.

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  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Also ich bin auch eine unerfahrene PferdeBESITZERIN, hätte zwar lieeebend liebend gerne ein eigenes Pferd (renn eigentlich jeden Tag zu einer anderen Reitbeteiligung) aber ich habe einfach nicht das Geld dazu, deshalb lasse ichs.

    Aber wenn ich mir ein Pferd kaufen würde, dann würde ich mir erstmal einen Haflinger oder einen Norweger im Alter von ungefähr 10 Jahren holen. Ich denke dann wäre er schon gescheit eingeritten und mit 10 Jahren ist er ja auch noch nicht zu alt, so dass man wirklich nur noch Probleme hätte weil er die ganze Zeit krank werden würde (würde mir natürlich kein Pferd mehr über 22 kaufen) aber ich denke mit 10-15 Jahren ist das in Ordnung. Würde mir eh nur ein Pferd kaufen dass fertig eingeritten ist und wirklich gut gehorcht und außerdem robust und weniger temperamentvoll ist.. Eben ein richtiges Anfängerpferd ;-).

    glg Lisa

  • vor 1 Jahrzehnt

    ich bin auch so ein fall :-)

    meine hafi stute habe ich als fohlen von einer bekannten bekommen, da war ich 16 jahre alt.....allerdings muß ich dazu sagen, das ich anleitende hilfe von meiner tante und schwester bekommen habe....und vorhe noch über jahre in der reitschule gewesen bin

    bodenarbeit haben wir gemacht und sie dahingehend eingeritten, das sie mich ohne probleme dahin bringt, wo ich hin will.....jetzt ist sie 16 jahre alt und relativ fit...

    ich habe mein pferd, damit ich mich mit ihm entspannt in den wald verkrümeln kann und meine seele baumeln lassen kann und habe nichts für tuniere und den ganzen kram übrig....schön für die, die es machen, aber es ist nicht mein ding...

    bei uns ist es soweit gut gegangen, sie ist ein ganz liebes seelchen und mit unsere macken die wir haben, sind wir bestens vertraut...

    das problem ist wahrscheinlich auch, das diese reiter auf teufel komm raus auch etwas erreichen wollen und da irgendwie vor sich hin wurschteln und es richtig verka.....schade dann um die pferde....

  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Du beantwortest diese Frage ja quasi schon mit „unerfahren“.

    Unerfahrenheit lässt immer eine Diskrepanz zwischen den wahren, theoretisch logischen und korrekten Vorgängen (Kaufabsicht) entstehen. Einerseits...!

    Doch auch die Definition „jetzt will ich alles ganz schnell, ganz perfekt und ganz neu haben“ führt meist dazu, diesen eklatanten Fehler zu machen!

    Und je nach Schwere dieses fatalen mistakes, beziffert sich dann auch die Leidensgeschichte des Pferdes. Den „Reiter“ lasse ich hierbei völlig unbeachtet!

  • vor 1 Jahrzehnt

    Sie sind natürlich billiger, als ein gut ausgebildetes Rassepferd (zu Recht kosten die viel mehr). Aber das ist wohl so, alle wollen auch immer Hundewelpen haben, da sie meinen, sie könnten gemeinsam lernen. Bei Hunden kommt das manchmal hin, bei Pferden gar nicht.

    Das sind aber genau die Leute, die sich das zufällig leisten können, und meinen, weil sie sich einigermaßen im Sattel halten können, super reiten zu können..und der Rest ergibt sich halt. Als langjährige Reiterin kann ich nur sagen, ich habe gelernt auf gut ausgebildeten Pferden, sie haben mich gelehrt, nicht umgekehrt (natürlich immer in Anwesenheit eines fachkundigen Lehrers). Der umgekehrte Fall ist eine Kunst für sich, das gehört wirklich in Fachhände.

  • vor 1 Jahrzehnt

    Ich finde es okay, solange sie die Pferde auf einem Hof mit Bereiter/ Reitlehrer unterstellen und dann der Reiter als auch das Pferd professionellen Unterricht bekommt! Die Kombination zeigt, dass viele unerfahrene Reiter sich einfach von dem Charme eines Zungpferdes begeistern lassen und sich damit noch nicht so gut auskennen!

  • vor 1 Jahrzehnt

    In den meisten Fällen gilt für mich auch der Leitspruch: Ein junges Pferd lernt vom erfahrenen Reiter und ein Reitanfänger von einem erfahrenem Pferd.... zusätzlich kommt es aber einfach auch auf den Charakter und die Eigenschaften des Pferdes an. Wir haben beispielsweise einen Wallach, damals 4-jährig gekauft... am Boden manchmal ein Saftsack, der dringend erfahrene Leute brauchte, unterm Sattel das liebste Verlasspferd. Bei einer unserer Stuten ist es genau umgekehrt... am Boden total lieb unterm Sattel eine Granate. Und unsere eine Stute ist sehr menschlich, wenn sie dich mag, ist sie das liebste Pferd und macht alles, aber wehe du bist ihr nicht sympathisch....Ich habe auch als Anfänger junge Pferde gekauft, war mir aber im klaren, dass ich dann jede Menge Geld in die professionelle Ausbildung investieren musste. Für mich war dies aber positiv, da ich dabei viel gelernt habe und Einwirkung auf die Ausbildung hatte.

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