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Grey_FOX fragte in Schule & BildungHausaufgabenhilfe · vor 1 Jahrzehnt

Kann mir jemand aufschreiben wie hitler an die macht kam?

also nur seine machtergreifung von anfang bis ende

das was wikipedia sag ist mir zu unübersichtlich

und noch eine bitte ich habe wenig ahnung davon bitte so dass ich es verstehe ....

DANKE im vorraus an alle

Update:

oder hat sonst noch jemand links (auser wikipedia) die ich vieleicht verstehe wo es ganz einfach erklärt ist

Update 2:

also nochmal bitte mit eigenen worten oder so erklären zumindest so dass es leicht erklärt ist

Update 3:

@ von und zu

nein eine geschichtsarbeit schreiben

7 Antworten

Bewertung
  • mini
    Lv 6
    vor 1 Jahrzehnt
    Beste Antwort

    Ich hatte auch immer Schwierigkeiten, das alles im Ganzen zu begreifen. So ungefähr habe ich es mir damals erklärt: Deutschland war nach dem 1. Weltkrieg ein "geschlagenes", quasi ein vernichtetes Land. So kam es den meißten deutschen Bürgern vor, da der Deutsch-Nationale Gedanke bis dahin sehr verbreitet war. Durch die Weltwirtschaftskriese in dieser Zeit ging es vielen Leuten zusätzlich sehr schlecht. Die existierenden oder sich entwickelnden Parteien dieser Zeit konnten das Volk nicht überzeugen, und behinderten sich gegenseitig durch Uneinigkeit. Die Politik versagte. In dieser Situation konnte ein Demagoge wie Hitler die Situation für sich entscheiden, indem er dem Volk alles versprach, was es momentan brauchte: Arbeit, Wohlstand und ein Nationalgefühl, ein Siegergefühl. Das Volk hat ihm leider geglaubt, und ihn legal gewählt.

    Damit als Grundwissen kannst Du Dich weiter informieren, und wirst auch die Daten und Namen besser behalten können, z. B. in Wikipedia, oder im dtv-Atlas zur Weltgeschichte. Gruß, KG

  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    http://www.derfunke.de/rubrik/antifa/1933.htm

    Deutschland 1933:

    Wie kam es zu Hitlers "Machtergreifung"?

    Die Ereignisse von 1933 lassen sich nur im Zusammenhang mit den 15 turbulenten Jahren seit der Novemberrevolution von 1918 verstehen. Nach den harten Kriegsjahren (1914-18) wollte die arbeitende Bevölkerung nicht mehr Hunger und Elend ertragen, sondern eine grundlegende Veränderung der Gesellschaft durchsetzen. Angespornt durch das Beispiel der russischen Oktoberrevolution, bildeten die Arbeiter und Soldaten in den deutschen Industriezentren demokratische Machtorgane, die Räte. Doch die SPD-Führung "haßte die Revolution wie die Pest" (Ebert) und war bereit, in Zusammenarbeit mit reaktionären Kräften die Revolution niederzuschlagen. Diese Erfahrung radikalisierte die Arbeiterschaft und ließ zunächst die 1917 aus einer linken Abspaltung von der SPD hervorgegangene USPD zu einer Massenkraft werden.

    Bis 1923 versuchten die Arbeiter immer wieder, das alte System zu stürzen. 1920 und 1923 erlebte Deutschland mächtige Generalstreiks, wie es sie seither in puncto Ausmaß und Entschlossenheit nicht mehr gegeben hat. Doch weil keine der vorhandenen Arbeiterparteien (SPD, USPD, später auch die KPD) in der Lage war, diese Kraft richtig zu bündeln, konnte der Kapitalismus immer wieder Tritt fassen.

    Aber immerhin erreichte die Arbeiterklasse als "Abfallprodukt" ihres revolutionären Kampfes weitreichende Zugeständnisse von Seiten der herrschenden Klasse, wie z.B. den 8-Stunden-Tag, das Betriebsrätegesetz und demokratische Rechte und Freiheiten, wie es sie in Deutschland noch nie gegeben hatte.

    Die Weimarer Republik und die bürgerlich-demokratische Verfassung waren ein unfreiwilliger Kompromiß zwischen den zwei großen gesellschaftlichen Klassen. Die Kapitalisten bezahlten die Aufrechterhaltung ihres Ausbeutersystems mit - gezwungenermaßen - weitreichenden Zugeständnissen an die Arbeiterklasse. Früher oder später mußte es zum Kräftemessen kommen. Die Arbeiter betrieben die Vorbereitungen dafür durch den Aufbau von starken Arbeiterorganisationen (Gewerkschaften, SPD und KPD), die Kapitalistenklasse durch die Unterstützung völkisch-nationalistischer, reaktionärer und faschistischer Kräfte.

    Inflation

    Während des Ersten Weltkrieges waren der Lebensstandard und die Löhne der arbeitenden Massen stark gesenkt worden. Die Kapitalisten steckten gigantische Summen ein. Die Kriegswirtschaft war profitabel. Als jedoch nach dem verlorenen Krieg die Schulden bezahlt werden mußten, wurde die Inflation angeheizt.

    Die Folge war eine Enteignung der "kleinen Leute", deren Ersparnisse und Löhne/Gehälter nun nichts mehr wert waren. Andererseits begünstigte die Inflation die großen Investitionen der Industrie auf Kreditbasis, da die Schulden wegen des Währungsverfalls leicht zu tilgen waren. Der Staat wurde durch die ausgiebige Betätigung der Notenpresse innerhalb kürzester Zeit (kriegs-) schuldenfrei.

    Gleichzeitig blieben die Reallöhne unter dem Stand von 1913. So konnte die Industrie billig produzieren und den Außenhandel ausweiten.

    So kam es - nachdem auch im Krisenjahr 1923 die Chance zu einer radikalen gesellschaftlichen Veränderung durch die Arbeiterklasse verpaßt worden war - zu einer politischen Stabilisierung und einem erneuten Aufschwung der Wirtschaft in den Jahren 1924 bis 1929, der als die "goldenen 20er Jahre" bezeichnet wurde.

    Doch bereits 1929 kam es in den USA zum großen Börsenkrach. Durch eine Überproduktionskrise fielen die Aktienkurse in atemberaubendem Tempo. Im Gefolge des US-Kapitalismus geriet auch der deutsche Kapitalismus in die Krise, da hier der Aufschwung u.a. mit mittelfristigen US-Krediten finanziert worden war.

    Über 6 Millionen Arbeitslose

    Wieder einmal zeigte sich, daß die kapitalistische Ordnung auf Dauer nicht die Lebensinteressen der Menschen befriedigen kann. Von 1930 bis 1932 gab es über 70.000 Betriebsschließungen. Die Arbeitslosigkeit schwoll an:

    Januar 1928

    1,9 Millionen

    1929

    2,85

    1930

    3,2

    1931

    4,9

    1932

    6,1

    1933

    6,1

    Das sind aber nur die offiziellen Zahlen. In Wirklichkeit gab es zur Spitzenzeit über 8 Millionen Arbeitslose. Die Wirtschaftskapazität wurde absolut nicht genutzt. Etwa die Hälfte der arbeitsfähigen Bevölkerung hatte keinen Arbeitsplatz, und das bei minimalen Sozialleistungen. Zwangsläufig kam es so zu Hunger und Elend. Der überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung war klar, daß eine radikale Änderung eintreten mußte. Die Masse wollte eine Lebensperspektive, eine bessere Zukunft erkämpfen.

    Die Entstehung der faschistischen Bewegung

    Der Kern des deutschen Faschismus waren die völkisch-reaktionären Freikorps, die zu Beginn der Weimarer Republik zur Niederschlagung der Revolution eingesetzt wurden. Sie rekrutierten sich aus Angehörigen der kaiserlichen Armee und gescheiterten Existenzen, die kein geregeltes Leben mehr führen konnten. Als nach dem Versailler Vertrag die Stärke der Reichswehr auf 100.000 Mann begrenzt wurde, konsolidierten sich diese Landsknechte in den Freikorps und der völkischen Bewegung.

    Schon im März 1920 starteten diese Banden unter Kapp/Lüttwitz einen Putschversuch, sie wurden jedoch durch einen Generalstreik der Arbeiter niedergeschlagen. Im November 1923 versuchte Hitler zu putschen - doch ohne Erfolg, weil damals noch keine breite Massenbasis zur Unterstützung der Nazi-Banden vorhanden war.

    Diese Basis wurde erst mit der großen Krise 1929/30 geschaffen. Noch im Mai 1928 erhielt die NSDAP bei den Reichstagswahlen nur 2,6% der Stimmen. Der Erdrutsch kam im September 1930 mit 18,3% und steigerte sich im Juli 1933 auf 37%. Danach sank die Stimmenzahl wieder ab. Zur gleichen Zeit hatten die Arbeiterparteien SPD und KPD zusammen durchgängig etwa 40% oder knapp darüber.

    Doch die Nazi-Anhängerschaft war bunt zusammengewürfelt. Mittelschichten, Angestellte, kleine Gewerbetreibende, Bauern, Intelligenz, Beamtenschaft und Teile der politisch weniger bewußte Arbeiterschichten bildeten die Basis. Kleinbürger, die in der Inflation 1923 ihre Ersparnisse verloren hatten und deren Lebensweise sich unter der kapitalistischen Krise ab 1929 der des Proletariats anglich, verzweifelten und suchten den Weg "zurück in die guten alten Zeiten". Hitlers wirres und phrasenhaftes Programm schien ihnen unter dem Deckmantel nationaler Größe einen Ausweg aufzuzeigen. Und wirklich - ihre objektive Lage war verzweifelt. Zum ersten Mal wurden auch diese Schichten von Arbeitslosigkeit und sozialem Elend getroffen und fanden sich zusammen mit den von ihnen verachteten Proletariern in einer Schlange vor dem Arbeitsamt oder der Armenspeisung. So wurden sie in ihrer konterrevolutionären Verzweiflung bestärkt. Die Nazi-Banditen hinterließen durch ihren rücksichtslosen Straßenterror bei ihnen den Eindruck von Stärke und Entschlossenheit. Und die Nazis setzten an den unterschledlichsten Bewußtseinsformen an, schürten Vorurteile und Judenhaß. Gleichzeitig führte die NSDAP (man beachte alleine den Namen "Nationalsozialistische deutsche Arbeiterpartei") auch "sozialistische" Phrasen im Munde, wetterte gegen das "raffende Kapital" und forderte beispielsweise die "Brechung der Zinsknechtschaft". Diese Phrasen zu entlarven, wäre Aufgabe der Arbeiterbewegung gewesen.

    Die Fehler der Arbeiterparteien

    Unmittelbar nach dem ersten Weltkrieg richtete sich der Blick wichtiger Teile des Kleinbürgertums zunächst auf die revolutionären Arbeiter, von denen sie eine Veränderung der Situatuation erwarteten. Doch sie wurden enttäuscht, als die Führer der Arbeiterparteien mehrmals versagten. Verzweifelt und voller Haß auf die Arbeiterbewegung suchten sie nach etwas Neuem und fanden den "Führer".

    Die SPD, die immer noch die "schweren Battaillone" der Arbeiterbewegung (Facharbeiter, Gewerkschafter, Betriebsräte) hinter sich hatte, wollte laut damaligem Grundsatzprogramm durch viele kleine Schritte im Rahmen der bürgerlichen Demokratie zum Sozialismus gelangen und beteiligte sich bis 1930 mehrmals an Regierungskoalitionen mit bürgerlichen Unternehmerparteien. Waren in der Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs noch einige kleinere Reformen möglich, so wurde unter den Schlägen der Krise ihre Politik zu einem "Reformismus ohne Reformen", zu Reform- und Sozialabbau. Durch das Mittragen von Aufrüstungspolitik (Panzerkreuzerbau) und Tolerierung der Brüning-Regierung (1930-32) enttäuschte sie ihre Anhänger, die nach einem sozialistischen Ausweg aus der Krise suchten. Es kam wieder zur Herausbildung einer linken Opposition und zur linken Abspaltung hin zur SAPD, der sich damals auch der junge Willy Brandt anschloß.

    Die rechten SPD-Führer glaubten noch an den "demokratischen Geist" der Weimarer Republik, als das Kapital schon längst auf Hitler gesetzt hatte. Und da Hitler 1933 "legal" aufgrund der Ernennung durch Reichspräsident Hindenburg an die Macht gekommen war, lehnte die SPD-Spitze außerparlamentarische Widerstandsmaßnahmen gegen Hitler ab.

    Neben der SPD hatte auf der Linken die KPD ebenfalls Massenanhang. Doch nach der Entartung des russischen Arbeiterstaates war sie zu einer außenpolitischen Agentur der stalinistischen Kreml-Bürokratie herabgesunken. Ende der 20er Jahre vollzog die KPD die Wendung zur Sozialfaschismus-"Theorie". Stalin äußerte in der "Roten Fahne": Die Sozialdemokratie ist objektiv der gemäßigte Flügel des Faschismus. Und weiter: "Faschismus und Sozialdemokratie sind keine Antipoden, sondern Zwillinge."

    Aber auch in anderer Hinsicht befand sich die Partei in Verwirrung: Die jetzige Krise sei die Endkrise des Kapitalismus, der jetzt von selbst zusammenbreche. Deswegen gebe es eine allmähliche "Faschisierung" des Systems, danach würden die Faschisten an die Macht kommen. Und endlich: "Nach Hitler kommen wir." Dies war offenkundiger Unsinn. Gerade die verpaßten Chancen 1918 bis '23 bewiesen, daß der Kapitalismus immer einen Ausweg findet, solange er nicht bewußt gestürzt wird.

    Mit solchem politischen Schwachsinn entwaffnete die KPD ihre vielen Anhänger politisch. Wenn tatsächlich alles rechts von der KPD "faschistisch" wäre, dann wäre es ja egal, ob die Sozialdemokraten, die bürgerlichen Parteien, die Notverordnungskabinette zwischen 1930 und '33 oder gar Hitler regierten. Dann bestünde kein Unterschied mehr zwischen offener Arbeit in der bürgerlichen Demokratie und der Zerschlagung der Arbeiterparteien durch die faschistische Massenbewegung.

    Doch die praktische Konsequenz war noch verheerender.So spaltete die KPD die Gewerkschaftsbewegung und gründete eigene "revolutionäre" Gewerkschaften. Jegliches Zusammengehen mit Sozialdemokraten wurde abgelehnt, sofern diese nicht vorher das KPD-Programm anerkannten.

    Es fehlte die Einheitsfront von SPD und KPD

    Nur die vereint kämpfende Arbeiterbewegung hätte die Nazi-Banditen schlagen können. SPD und KPD erreichten bei den Wahlen immer ca. 40% der Stimmen. Das wäre auch die einzige Kraft gewesen, die mit Aussicht auf Erfolg auch wieder große Teile des verzweifelten Kleinbürgertums für eine sozialistische Lösung der Krise hätte gewinnen können.

    Es stimmt nicht, daß die deutschen Arbeiter nichts gegen die Faschisten unternehmen wollten oder sogar den "starken Mann" herbeisehnten. Hitlers NSDAP war eine vom Großkapital finanzierte Massenbewegung verzweifelter Kleinbürger. In freien Wahlen konnte sie nie eine Mehrheit erringen. Doch die verhängnisvolle Politik der Arbeiterführer bewirkte die Spaltung und Passivität der Arbeiterschaft und half den Nazis, an die Macht zu kommen. Die Führer von SPD und KPD überließen den Faschisten kampflos das Feld. Gegen den Kapp-Putsch 1920 wurde noch ein erfolgreicher Generalstreik geführt. 1923 konnte ein Generalstreik die bürgerliche Cuno-Regierung zum Rücktritt zwingen. Doch 1933 kam nichts, obwohl SPD- und KPD-Mitglieder in den Parteibüros saßen und auf das Signal zum Kampf warteten.

    Trotz des Versagens der Arbeiterführer konnten die Nazis keine wirklich nennenswerte Basis unter der Arbeiterschaft gewinnen: bei den Betriebsratswahlen im Herbst 1933 erhielten sie keine 3% der Stimmen.

    Nazi-Terror und Ausrottung

    Gewerkschaften, SPD und KPD wurden verboten, Tausende Arbeiter in KZs gesteckt und ermordet. Der Terror und die brutale Unterdrückung begannen. Damit hatte das Kapital sein Ziel erreicht. Durch Aufrüstungspolitik strebte es zum Krieg.

  • vor 1 Jahrzehnt

    Das alles fing in tiefster Steinzeit an. Da ist Hilter aus Österreich rausgeflogen und irgend so ein genialer Grenzbeamter mußte den armen, armen ex-Österreicher aus Braunau aufnehmen. Was er damit angerichtet hat, braucht ja wohl keine Erklärung.

  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    durch die wirtschaftskrise und hoher arbeitslosigkeit

    siehe hierzu auch die jetzige jungenarbeitslosigkeit und die rechte szene

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  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Zu Beginn wurde er gewählt und hat dann als er an der Macht war alle Gesetze und Regierungsposten so umgestaltet, so das er alleine regieren konnte ---> Diktatur.

  • vor 1 Jahrzehnt

    da traut sich ja keiner was zu antworten

    ps willst du auch an die macht oder was???

  • vor 1 Jahrzehnt

    Machtergreifung, in den allgemeinen Sprachgebrauch übernommenes Propagandaschlagwort der Nationalsozialisten für die politische Wende von der Weimarer Republik zum Dritten Reich. Zentrales Ereignis war die Berufung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933.

    Der Zerfall der Weimarer Demokratie begann mit der Auflösung der Kräftebalance der Verfassungsorgane Reichstag, Reichsregierung und Reichspräsident seit 1930: Die Sperrmajorität von NSDAP und KPD im Parlament verhinderte die Bildung mehrheitsfähiger (Koalitions-)Regierungen. Daher beauftragte Reichspräsident Paul von Hindenburg Präsidialkabinette, die mit Hilfe von Notverordnungen gemäß Artikel 48 der Weimarer Verfassung autoritär regierten, gegenüber den u. a. infolge der Weltwirtschaftskrise immer größer werdenden sozialen und wirtschaftlichen Problemen und vor dem Hintergrund zunehmender politischer Polarisierung dennoch machtlos blieben.

    Bei den Reichstagswahlen vom 31. Juli 1932 wurde die NSDAP stärkste Fraktion im Reichstag, bekam aber nicht die Regierungsverantwortung, denn einerseits war Hitler prinzipiell nicht zum Eintritt in eine Regierung bereit, die nicht unter seiner Führung stand; und andererseits zögerte der Reichspräsident noch, ihn – trotz vielseitigen Druckes, auch aus Wirtschaftskreisen – zum Reichskanzler zu ernennen. Das Ergebnis der Reichstagswahlen vom 6. November 1932, das die NSDAP (trotz 4,2 Prozent Stimmenverlust) mit 33 Prozent als stärkste Partei bestätigte, änderte an dieser Situation zunächst nichts. Während das Scheitern des am 3. Dezember 1932 eingesetzten Reichskanzlers Kurt von Schleicher bereits absehbar war, sondierte Hitler mit Wirtschaftsführern und Partnern in der wieder belebten Harzburger Front, insbesondere mit Alfred Hugenberg (siehe DNVP), Möglichkeiten einer Regierung der „nationalen Konzentration” und gewann auch den Hindenburgberater und früheren Reichskanzler Franz von Papen für diese Idee.

    Am 30. Januar 1933 berief Hindenburg schließlich Hitler zum Reichskanzler. In dem nun gebildeten Präsidialkabinett, einer Koalitionsregierung aus NSDAP und DNVP mit dem parteilosen Papen als Vizekanzler, war die NSDAP mit nur drei Mitgliedern (Hitler, Göring, Frick) vertreten, die jedoch über die Schlüsselstellungen verfügten. Die Koalition repräsentierte 42 Prozent der Mandate im Reichstag. Auf Druck Hitlers löste Hindenburg bereits am nächsten Tag den Reichstag auf und setzte für den 5. März Neuwahlen an. Nach der Außerkraftsetzung wesentlicher Grundrechte und der damit verbundenen faktischen Ausschaltung der KPD durch die so genannte Reichstagsbrandverordnung vom 28. Februar 1933 wurde die NSDAP bei den Wahlen vom 5. März wieder stärkste Kraft, verfehlte aber mit 43,9 Prozent erneut die absolute Mehrheit. Hitler ging eine zweite Koalitionsregierung mit der DNVP (8 Prozent) ein; die DNVP-Minister verloren jedoch bald jeden Einfluss. Mit dem Ermächtigungsgesetz vom 23. März 1933 ging der Prozess der scheinlegalen Machtergreifung in die Gleichschaltung über, die Phase der Durchsetzung des Nationalsozialismus auf allen gesellschaftlichen Ebenen. Im Wesentlichen abgeschlossen war die Machtergreifung am 2. August 1934, als Hitler nach dem Tod Hindenburgs auch das Amt des Reichspräsidenten übernahm und als „Führer und Reichskanzler” praktisch unumschränkte Macht ausübte.

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