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Ist die Hinwendung zum Spirituellen evtl. auch eine Flucht vor der Realität?

Oder anders gedacht, gibt es eine andere Ebenen der totalen "Wahrheit" in einer spirituellen Welt/Lebensweise? Ich meine in diesem Fall nicht die altbekannten Religionen, sondern diese diversen neuen Strömungen von frischen Druiden/innen bis zu den neuen Sehern/Seherinnen und alles was dazwischen tummelt.

Sagt mir Eure Meinung, ich bin verwirrt oder einfach nur borniert?

Update:

Eigentlich sind das mindestens 3 Fragen in einem Posting incl. Schreibfehler, weil ich zu früh auf abschicken gedrückt habe. Ich bitte diese zu entschuldigen.

Update 2:

Wer die einfache Frage und die süffisante Form der Fragestellung nicht liest: Thema verfehlt, setzen; sechs: hätte mein Lehrer gesagt.

Nicht der frühe Vogel frisst den Wurm, sondern der, der in die Frage schaut.

13 Antworten

Bewertung
  • vor 1 Jahrzehnt
    Beste Antwort

    Die Hinwendung zum Spirituellen ist und war, seit es den Menschen gibt, ein Mittel, um seine eigene Existenz zu erklären. Der Mensch kann nicht aushalten, dass er EVENTUELL ein Nichts ist, aus demselben kommt und wieder in dasselbe hineingeht und zwar nur aus Gründen der Evolution. Wir sind nicht besser oder anders als ein Käfer, halten die Kette der Vermehrung aufrecht und das war´s.

    An diesem bedeutungslosen Käferdasein können die meisten (Menschen) nur etwas Positives finden, wenn sie ein "Wesen" über sich hineindeuten, das die "absolute Wahrheit ist", etwas "Besonderes" mit ihnen vorhat, ihrem Leben einen Sinn gibt und ein nettes Nach-Leben verspricht. Sieht man sich einige fanatisch spirituelle Zeitgenossen an, so kann man durchaus sagen: Ja, sie fliehen vor der Realität und machen sie für andere zur Hölle.

    Quelle(n): Gottseidank (ähem) Atheist.
  • vor 1 Jahrzehnt

    Es gibt durchaus schon einige Studien zu diesem Thema. Sie sind alle rein wissenschaftlich gesehen (und das ist ja dann auch der universelle Kanckpunkt) eindeutig.

    Ich gebe jetzte verkürzt einen Versuch aus einem Buch von Paul watzlawick wieder, der sich mit dieser Frage aus einem anderen Standpunkt auch beschäftigt.

    Zwei Männern wurden Bilder gezeigt denen, sie ein anderes Bild aus einer Auswahl von Bildern logisch zuordnen sollten. Beide Kandidaten sahen immer sofort Ihre tatsächlichen "Treffer" bei diesem Fragespiel, bei dem es scheinbar um den IQ ging.

    Kandidat A sah immer seine eigenen Treffer sofort. Hatte er Recht sah er ein grünes Leuchten, lag er falsch, war es rot.

    Kandidat B aber sah nicht etwa seine eigenen Treffer, sondern immer die von Kandidat A!

    Natürlich wussten beide nichts davon.

    Nachdem das Experiment scheinbar beendet war, wurden beide Kandidaten nach Ihren individuellen Beobachtungen befragt, genauer, was Sie glaubten, wo etwa ein Zuordnungsmuster vorlag und warum oder warum nicht.

    Kandidat A erklärte in drei vier einfachen Sätzen seine Eindrücke, hatte er es ja nur mit seinem eigenen Menschenverstand zu tun gehabt.

    Kandidat B, der gar nicht seine eigenen Ergebnisse sah, und folglich recht verwirrt gewesen sein dürfte, kam mit den abstraktesten, verschachtelsten und unerfindlichsten Regeln daher.

    Beide Kandidaten wurden dann gemeinsam befragt, welche der jeweiligen Erkenntnisse Sie für plausibler und schlüssiger und richtiger gehalten hätten. Schnell schloss sich Kandidat A vielen Erklärmustern von Kandidat B, die ja viel spannender, als seine eigenen, meist trivialer Logik folgenden, Überlegungen ergeben hatten, an.

    Und obgleich Kandidat B's Logikbauwerk meist der Prüfung auf Realitätsgehalt in keinster Weise standhielt, erklärten sich beide Männer übereinstimmend - Kandidat B hatte recht.

    Ohne Not also ergreift der Mensch bei Überforderung also die Flucht aus der Realität! Aber er geht noch einen Schritt weiter und baut sich seine eigene! Und glaubt wirklich (also richtig echt wirklich) an welches fragwürdige Gedankengebilde auch immer.

    Und Freiheit heisst, das auch zu dürfen!

    Aber wenn du mich fragst, dann ist diese Flucht letztlich immer eine vor Etwas aus der Realität, was zu bewältigen unmachbar, aber vieleicht auch nur unbequem, unbezahlbar oder nur zeitaufwendig und anstragend geworden ist.

    Deswegen auch diese spirituelle Tendenz bei Dekadenz.

    Es ist letztlich aber völlig gleichgültig!

    Jeder macht sein eigenes Ding.

    Deswegen gibt es also sowas wie Realität gar nicht - Ausser meiner eigenen. Und was heisst dann schon borniert oder verwirrt? Alles und Nichts! Es ist letztlich völlig gleichgültig!

    Quelle(n): Paul Watzlawick, "Wie wirklich ist die Wirklichkeit". Für deine Freunde empfehle ich vom gleichen Autor "Anleitung zum Unglücklichsein".
  • vor 6 Jahren

    Wenn Sie sich für den besten Weg, um Candida zu behandeln suchen, sollten Sie an dieser Stelle aussehen http://hefe-infektion.naturliche.info/

    Auf dieser Seite finden Sie die beste Versorgung zu finden!

  • vor 1 Jahrzehnt

    Ist die Hinwendung zum Spirituellen evtl. auch eine Flucht vor der Realität?

    nein.

    Oder anders gedacht, gibt es eine andere Ebenen der totalen "Wahrheit" in einer spirituellen Welt/Lebensweise?

    nein

    Ich meine in diesem Fall nicht die altbekannten Religionen, sondern diese diversen neuen Strömungen von frischen Druiden/innen bis zu den neuen Sehern/Seherinnen und alles was dazwischen tummelt.

    nein

    Sagt mir Eure Meinung, ich bin verwirrt oder einfach nur borniert?

    du bist verwirrt.

    ich denke

    die leute kommen mit ehe und eltern nicht klar und suchen ueber all vom edelsteinlegen bis zur kirche nach loesungen.

    leider geht das so nicht weil es eine flucht ist.

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  • vor 1 Jahrzehnt

    Wenn sie das ist, liegt man voll daneben.

    Meine Beziehung zu Jesus - lebendiger Glaube - ist jedenfalls voll alltagstauglich und anwendbar.

  • vor 1 Jahrzehnt

    Spiritualität schließt -im Gegensatz zur Frage die Erkenntnis der Realität ein. So wendet sich der spirituelle Mensch grundsätzlich der Gegenwart zu, weil er davon ausgeht, dass einzig sie real ist. Überlege genau und Du wirst erkennen, das der gegenwärtige Moment das Einzige ist, was zählt. Alles was war, passierte zu einem zurückliegenden Zeitpunkt als Gegenwart. Alles was zukünftig noch passieren wird, wird erst dann geschehen, wenn der dafür richtige Zeitpunkt gekommen ist und zwar als Gegenwart.

    Diese Anschauung führt zwangsläufig zu einer Besinnung auf sich selbst, die mit Egoismus nichts gemein hat. Vielmehr hören spirituelle Menschen in sich hinein und vertrauen im Zweifelsfall eher ihren Gefühlen als einer Idee.

    Im Übrigen gelingt spirituellen Menschen das Einschlafen viel besser als den ewig hektischen Gedankenjägern. Einerseits sind sie durch die Besinnung auf sich selbst und auf die Gegenwart viel ausgeglichener. Andererseits haben sie gelernt, ihre Gedanken zu kontrollieren und beim Schlafengehen abzuschalten. Ich denke nachts meist an nichts. Und wenn ich nicht einschlafen kann, konzentriere ich mich auf meine Atmung und versuche meinen Körper von den Füßen an aufsteigend zu spüren. Meistens bin ich spätestens beim Bauch eingeschlafen.

    Übrigens hat Spiritualität - wie ich sie vertehe - nicht unbedingt etwas mit Sekten oder Kirchen zu tun. Ich interessier mich sehr für Religion. Über meine unvollkommene Spiritualität suche ich nach der "Ureligion", weil ich glaube, dass dort das verborgene oder verstorbene Wissen der Menschheit liegt. Diese Wahrheit zu finden ist aus meiner Sicht das Ziel wahrer Spiritualität. Wenn wir dort sind, werden wir die ganze Realität erkennen können.

  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Die Realität wird sehr oft überschätzt. Nur falls du wissen willst was wirklich zählt: die Realität ist es nicht.

  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Man kann allgemein sagen, dass Religion immer eine Flucht vor der Realität ist. Man könnte ja genauso gut sagen: Ich weiss nicht was nach dem Tod ist. Da der Mensch aber die Eigenschaft hat alle angstigenden Faktoren auszuschalten erfindet er ein leben nach dem Tod um so seine Angst zu beseitigen/überdecken.

  • vor 1 Jahrzehnt

    Im Gegenteil - es ist eine Entdeckung der spirituellen Wirklichkeit die entscheidend für unser Leben hier und für das zukünftige Leben (oder nicht!) unserer Seele ist. Das Unvermeidliche und von den meisten die Verdrängte Wirklichkeit unseres kurzen Daseins. Darum ist diese Auswahl eine wirkliche Existenzfrage. Jesus Christus wartet auf dich, er sagte: wer mich sucht, findet mich. Suche doch eine evangelische Kirche auf, um dich zu orientieren. Diese ¨neuen Strömungen¨ wie du das sagst, sind so alt wie Gottes Wort und mit IHM nichts zu tun haben..

  • Anonym
    vor 1 Jahrzehnt

    Hinwendung zu Spiritualität ist Negation der Realität.

    Nutznießer sind Geld und Machtgeile Anbieter.

    Zurück bleiben wirschaftlich ruinierte , gebrochene Menschen.

    Oft bezeichnen sie sich als glücklich, das ist die Perfidie des Systems.

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