Hatte jemand schon mal zu viel Bärblingsnachwuchs?
Hallo,
ihr Bärblingshalter und -Erfahrene: Kann man damit rechnen, in einem Aquarium mit Perlhuhn- oder Leopardbärblingen irgendwann ein Besatzprblem zu bekommen, oder machen die erwachsenen Tiere Jagd auf die Jungfische, sodass am Ende nur noch so viel da ist, wie auch Platz hat?
Liebe Grüße
contra-wtg2012-09-29T23:31:10Z
Beste Antwort
zu viel werden die kaum in einem gesellschaftsbecken. sie jagen zwar weniger die jungfische, aber alle cypriniden sind arge laichräuber. und auch als wenige tage alte larven leben sie sehr gefährlich. um überhaupt mal etwas nachzucht zu haben braucht es eine ordentliche schicht von javamoos oder ähnlich feingliedrigen bodendeckerpflanzen. professionell glückt der zuchtansatz nur über laichrosten, durch die die laichkörner dann durchrieseln und damit in sicherheit vor den eltern sind. das nächste problem liegt im anfüttern nach dem dottersackstadium. die in einem gesellschaftsbecken natürlich vorhandenen brauchbaren mikroorganismen reichen bestenfalls für 1 % der überlebten larven. ohne entsprechend feines starterfutter wie z,bsp. ausgesiebte artemia- oder cyclopsnauplien kommt es eh zu keiner "jungfischexplosion".
Zu viel Bärblingsnachwuchs hat es in meinen Becken nie gegeben. Meist hatte ich nur wohlgenährte Sumatrabarben.. Eigentlich sind Barben allgemein bekannt dafür, den Nachwuchs zu dezimieren und man nimmt ggf spezielle Zuchtbecken, aus denen man dann die Elterntiere entfernt. Selbst meine Buntbarsche, die nach der Eiablage anfangs noch aufwendige Brutpflege betrieben, haben später die eigenen Jungfische gejagt.