Was haben Frauen den Männern nur angetan, dass Glaubensbücher (s. D.)?

wie Tanach, Bibel, aber auch vor allem der Koran so patriachisch geschrieben wurden und so frauenfeindlich?

Der Koran beschreibt sogar, wie man seine Frau schlagen darf.

Heutzutage ist die Frau glücklicherweise Dank Gesetzen von "Männerherrschaft" verschont.

Doch was für ein Übel haben Frauen denn den Männern in der Vergangenheit angetan, dass diese Bücher so frauenfeindlich sind?

Eine Tempelpriesterin und zudem auch noch Adelige wird zur H...re abgestempelt (Maria Magdalena).
Und so weiter.

Dabei waren es doch in der Geschichte immer die Frauen, die ihr Leben für Nachkommen riskiert hatten, ja sogar an oder nach der Geburt der Kinder gestorben sind.

Haben denn Frauen keine Ehre (bis auf Asiya im Islam, Maria in der Bibel und dem Tanach) verdient?

Danke für die Antworten im voraus.

Musiker2012-06-26T16:33:37Z

Beste Antwort

Die Bibel ist in Zeiten geschrieben worden, in denen weitgehend patriarchalische Vorstellungen und Machtverhältnisse herrschten. Aber an sehr vielen Stellen widerspricht sie ihnen sehr deutlich, bereits in sehr alter Zeit. Außerdem muß man zwischen der Bibel selbst und ihren späteren kirchlichen Interpretationen unterscheiden. Von den zahllosen Beispielen, die ich dazu nennen könnte, hier nur eine kleine Auswahl:

„Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, und er schuf sie als Mann und Frau“ (1.Mose 1,27): der Mensch ALS Mann und Frau (und nicht etwa der Mann als Mensch und dann die Frau dazu!). Die Gott-Ebenbildlichkeit des Menschen wird also ausdrücklich über beide Geschlechter gleichermaßen ausgesagt. Dieser Text stammt aus dem 6.Jahrhundert v.Chr..

Ein Kapitel später steht die Geschichte, in der Eva aus der Rippe Adams geschaffen worden sei (1.Mose 2,21-25). Daraus haben das Judentum und die Kirche später eine Unterordnung der Frau unter den Mann herausgelesen. Das Gegenteil ist in diesem Text jedoch gemeint: in einer Zeit, in der die Frauen als Besitz ihrer Männer galten, wird den Letzteren gesagt: „Eure Frauen sind nicht Euer Besitz, sondern Fleisch von Eurem Fleisch, und das heißt: gleichen Wesens, gleichen Wertes, gleicher Würde.“ Dieser Text ist um 900 v.Chr. verfaßt worden.

Ja, und dann noch die Geschichte vom sogenannten „Sündenfall,“ in der Eva Adam verführt haben soll, von der verbotenen Frucht zu essen (1.Mose 3): in der Tat versucht Adam, die Schuld auf Eva abzuschieben. Aber selbst wenn man diese Geschichte wörtlich verstünde: will man auf diesen Deppen, der sich in seiner Gier und ohne nachzudenken verleiten läßt, die verbotene Frucht in sich hineinzustopfen, die männliche Vorherrschaft oder gar moralische Überlegenheit des Mannes über die Frau begründen, so wie es die spätere Kirche in der Tat getan hat? Nebenbei gesagt: in der Geschichte akzeptiert auch Gott Adams faule Ausrede nicht.

Daß es daneben auch viele wirklich üble Texte in der Bibel gibt, so die Geschichte von Lot, der dem randalierenden Pöbel vor seiner Haustür seine Töchter zur Vergewaltigung herausgeben will (1.Mose 19,8) und dafür vom biblischen Erzähler in keiner Weise getadelt wird, bestreite ich in keiner Weise. Die Bibel ist eben nicht "aus einem Guß." Längst nicht alle Texte in ihr haben denselben Wahrheitsgehalt oder können zeitlose Gültigkeit für sich beanspruchen, manche müssen vom Kern des christlichen Glaubens aus sogar abgelehnt werden.

Und nun zum Neuen Testament.

Gleich zu Beginn des Lebens Jesu spricht eine Prophetin namens Hanna eine Weissagung über ihn aus (Lukas 2,36-38).

Die jüdischen Rabbiner jener Zeit haben es prinzipiell abgelehnt, vor Frauen zu lehren. Jesus, der wie ein Rabbiner lehrte und wirkte, hatte laut Lukas 8,1-3 auch Jüngerinnen. Von den hier genannten Frauen heißt es zwar nur, daß sie Jesus finanziell unterstützten, aber wir dürfen mit guten Gründen davon ausgehen, daß 1. die hier Genannten nicht die einzigen Frauen in der Anhängerschaft Jesu waren und sie 2. mehr als nur Handlangerdienste leisteten. In der Geschichte von Maria und Martha zum Beispiel (Lukas 10,38-42) führt Jesus nach rabbinischer Art ein Lehrgespräch mit Maria (nicht Maria Magdalena und nicht seine Maria: der Name Maria bzw. Miriam war damals sehr häufig).

Maria Magdalena hat offenbar in einer besonderen menschlichen Nähe zu Jesus gestanden. Mit der „Sünderin“ aus Lukas 7,36-50 hat sie in der Bibel nichts zu tun. Beide Frauen sind erst in der späteren kirchlichen Überlieferung miteinander gleichgesetzt worden.

In der Passionsgeschichte sind es, nachdem die männlichen Jünger bei der Verhaftung Jesu geflohen sind, Frauen, die ihn bis zu seinem bitteren Ende begleiten (Markus 15,40-41). Und in den Ostergeschichten ist es wiederum eine Frau (Maria Magdalena), der der auferstandene Jesus als Erster erscheint - eine bemerkenswerte Feststellung, wenn man bedenkt, daß in der frühen Christenheit mit der Frage, wem Jesus zuerst erschienen sei, Rangordnungen unter den Aposteln und ihren jeweiligen Anhängern diskutiert wurden.

Der Apostel Paulus hat in Galater 3,28 geschrieben: „Hier zählt nicht Jude oder Grieche, Sklave oder freier Herr, Mann oder Frau, sondern Ihr seid alle eins in Christus Jesus.“ Trotzdem konnte auch in ihm bekanntlich immer wieder der alte Macho zum Vorschein kommen, wenn er z.B. geschrieben hat, die Frau sei der Abglanz des Mannes, und dazu auf die o.g. Fehlinterpretation von 1.Mose 2,21-22 zurückgegriffen hat; kurz darauf heißt es dann allerdings wiederum beiderseitig: „In dem Herrn ist weder die Frau etwas ohne den Mann noch der Mann etwas ohne die Frau“ (1.Korinther 11,7+11). Paulus war ein durchaus widersprüchlicher Mensch, der um manche seiner Erkenntnisse sicherlich auch hat ringen müssen. In 1.Korinther 13 aber stellt er dann die Liebe über alles.

Don Joe™2012-06-27T13:51:47Z

die frau (dadurch familie) ist das höchste gut des mannes, direkt nach seinem glauben

und beide sind nicht zu lösen, alles andere ist irrtum und durch nichts zu belegen, dass man seine frau mal zurechtweisen darf und sollte, dem ist nichts beizumengen


grüße und frieden

whyskyhigh2012-06-27T04:00:50Z

Was haben Frauen den Männern nur angetan, dass Glaubensbücher
noch nie reingeguckt

also
zb
eph 5,22
ist paschafeindlich und noch viel mehr davon allein bei paulus

erst lesen dann laestern

Ralf E <><2012-06-26T20:19:24Z

Da hast du bisher wohl offensichtlich nicht genau genug gelesen:

Eph 5,21 Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi.

Eph 5,25 Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben,

Eph 5,28 So sollen auch die Männer ihre Frauen lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst.

Kol 3,19 Ihr Männer, liebt eure Frauen und seid nicht bitter gegen sie.

1Petr 3,7 Desgleichen ihr Männer, wohnt vernünftig mit ihnen zusammen und gebt dem weiblichen Geschlecht als dem schwächeren seine Ehre. Denn auch die Frauen sind Miterben der Gnade des Lebens, und euer gemeinsames Gebet soll nicht behindert werden.

Das Alte Testament ist Geschichtsschreibung, da war die Gesellschaft nun mal patriarchalisch.

Aber trotzdem findet man auch dort: http://www.bibleserver.com/text/LUT/Sprüche31,10 folgende.

?2012-06-26T19:30:53Z

Wer die Bibel kennt, weiß, daß sie nicht Frauenfeindlich ist, ganz im Gegenteil.

Die Bibel lehrt, ein Mann sollte seine Frau so lieben wie sich selbst. Er sollte sie so behandeln wie Jesus seine nachfolger behandelt.(Epheser 5:25, 28,29). Er wird seine Frau niemals schlagen oder mißhandeln. Im Gegenteil, er wird sie ehren,schätzen und achten. (Kolosser 3:19; 1. Petrus 3:7.)

die Bibel lehrt aber auch, daß man nur Gott anbeten soll, nicht Maria.

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