Meine Katze frisst nicht mehr. Noch nicht mal 100g am Tag. ???
Mein Kater, 16 Jahre alt, frisst nicht mehr. War erst (gestern) beim Tierarzt. Alle Laborwerte (Anfang des Jahres) sind OK. (Mein Kater hat seit 2007 11/2 Kilo abgenommen. Nur noch 4 Kilo. Im Jahr 2005 hatte er noch 8 Kilo) Der TA sagt es könnte sein das er einen Fremdkörper oder ein Fellballen vor dem Magen zu liegen hat. Darmgeräusche sind unauffällig. Herz ist OK. Er frisst noch nicht mal 100g am Tag. Was soll ich nur tun. Er ist nur noch am schlafen. Sieht schlecht aus. Strubbiges Fell, Augen sind trocken, liegt nur noch rum und hat keinen Appetit. Der TA sagt ich könnte ihn Röntgen lassen, mit Kontrastmittel und so. Wenn Befund dann, OP möglich aber es kann auch sein das er trotzdem nur noch ein Jahr lebt (wenn überhaupt). Hat jemand Erfahrungen und ein Rat für mich?
Anonym2008-04-15T07:57:26Z
Beste Antwort
Gib deinem Kater in der kurzen verbleibenden Zeit (Tage? Wochen?) noch viel Zuwendung und lass ihn dann nicht leiden, wenn es so weit ist. Mit Hilfe des Tierarztes kannst du ihn friedlich einschlafen lassen.
An Deiner Stelle würde ich den Tierarzt wechseln und einen Ultraschall machen lassen. Für eine Röntgenaufnahme muss doch kein Kontrastmittel gespritzt werden. Eine Röntgenaufnahme dauert keine Minute,weshalb hat der Tierarzt noch keine gemacht? 16 Jahre ist heutzutage kein Alter und vor 4 Monaten waren alle Werte im grünen Bereich....da sollte man schon gründlicher und sorgfältiger untersuchen.
Du schreibst, du warst zwar erst gestern beim Tierarzt, aber die Laborwerte sind vom Anfang des Jahres? Das ist immerhin schon gute 4 Monate her und in der Zwischenzeit kann ja etwas aufgetreten sein, was vorher noch nicht da war. Vielleicht solltest du seine Werte nochmal checken lassen? Eine andere wichtige Sache: Ist er ansonsten gesund, oder hat er schon (evtl. altersbedingte) chronische Krankheiten, wie z.B. Diabetes, Nierenprobleme, etc etc...? Bekommt er schon seit längerer Zeit regelmäÃig Medikamente, die vielleicht auf Dauer schädigende Nebenwirkungen haben, wie etwa Cortison? Nach dem was du geschrieben hast, klingt das ja eher, als ob er bisher stets kerngesund gewesen wäre?
Natürlich muss man berücksichtigen, dass das Tier alt ist und klar wäre es Blödsinn, alle Hebel in Bewegung zu setzen um das Leben - und damit Leiden - des Tieres mit allen Mitteln zu verlängern, wenn es krank ist. Nur: OB es ERNSTHAFT krank ist, sollte man erstmal herausfinden. Alte Tiere sind natürlich anfälliger für alle möglichen Beschwerden als junge, aber das heiÃt nicht, dass man sofort das Handtuch werfen soll, wenn mal was auftritt. Tut mir leid aber bei Sätzen wie "Naja er bereitet sich auf das Sterben vor, nimm es einfach hin" werde ich echt sauer. Was ist, wenn er wirklich nur einen Fremdkörper oder sehr hartnäckigen Fellballen im Magen hat, den man eventuell entfernen könnte, ohne den Kater unzumutbarem Stress auszusetzen? Katzen können bis zu 20 Jahre alt werden und darüber hinaus. Und allein bis zum 20. Lebensjahr hin sind es immerhin noch vier Jahre! Leider scheuen viele Leute Kosten und Mühen, die ein Tier nun mal verursacht, wenn es älter wird, aber wenn man sein Tier liebt, sollte es selbstverständlich sein, dass man auch im Alter versucht, zu helfen - selbst, wenn das Geld ja dann umsonst ausgegeben werden *könnte*, weil eine schwerwiegende unheilbare Krankheit festgestellt wird o.ä. (Oder wer würde einem alten Menschen sagen: "Du, geh doch garnicht zum Arzt, du bist einfach alt, deswegen gehts dir so schlecht, du stirbst eben bald, lohnt sich doch nicht mehr dich zu untersuchen..."?)
Wenn er bis jetzt wirklich gesund war, hat er keinerlei Grund, sich einfach so "aufs Sterben vorzubereiten". Es gibt keine Krankheit namens "Altersschwäche", niemand stirbt ohne eine körperliche Ursache, gerade einfach so weil er jetzt einmal alt ist. Vielleicht wird irgendwann das Herz schwächer und hört einfach auf zu schlagen und er wacht einmal nicht mehr auf - das wäre etwas anderes, aber das Tier ist offensichtlich krank!
Ich würde versuchen, herauszufinden, was er hart. Gegen Haarbälle im Magen hilft normalerweise Malzpaste - du kannst das ja erst einmal über ein paar Tage versuchen, bevor du dich für einen erneuten Tierarztbesuch entscheidest? Sofern das Röntgen nicht allzuviel Stress und Angst für das Tier bedeutet und so ein Kontrastmittel nicht allzu schädlich für den Körper ist (da kenne ich mich nicht aus) - ich würde es in dem Fall machen lassen. Ich für meinen Teil könnte nicht damit leben, wenn mein Tier stirbt und ich denke mir: Und was, wenn es jetzt doch nur etwas war, das leicht hätte entdeckt und behoben werden können, wenn ich diese Untersuchung gemacht hätte?
Wenn er jetzt z.B. Krebs bekommen hat und Tumore im Bauchraum sind, denke ich auch, dass eine OP wohl nicht mehr wirklich sinnvoll wäre. Dass so etwas zutrifft, ist in dem Alter natürlich auch nicht unwahrscheinlich. Aber es könnte eben genausogut etwas harmloseres sein - weià mans?
Gib nicht auf, versuche, erstmal herauszufinden, was er hat. Wenn er wieder gesund wird, freu dich, dass er auf seine alten Tage doch noch einige Zeit länger mit dir verbringen wird, und wenn es etwas schlimmeres ist, dann mach ihm die letzte Lebenszeit so schön wie möglich.
Mach nicht mehr zuviel mit ihm,es gibt Tierärzte,die machen noch alles Mögliche und letzendlich,war es umsonst.Habe ich selber schon zweimal gemacht.Wenn ein Tier alt ist und abbaut,dann soll man es erlösen und nicht dem Tierarzt einen Haufen Geld bezahlen,was letzendlich nichts bringt.
Wenn er 16 Jahre alt ist, tippe ich auf Altersschwäche. Eine OP würde den kleinen nur zu sehr aufregen, das Risiko würde ich nicht eingehen. Mach ihm einfach sein restliches Leben noch schön (z.B: Schmusen), genieà jede Minute mit ihm :)