Ist es unverschämt einen schwer kranken Menschen zum Vertrauensarzt zu schicken?
Ich sehe ja ein, daß es Vertrauensärzte geben muß, damit niemand auf die Idee kommt ein Wehwehchen auszunutzen.
In diesem Fall handelt es sich aber um einen Menschen, der Krebs hat und Chemo-Therapie bekommt. Es ist also nicht zu übersehen, daß er schwer krank ist. Das ganze kommt mir vor, wie ein makaberer Scherz.
erich_schoeneck2006-11-15T09:51:56Z
Beste Antwort
Das zeigt nur, wie menschenunwürdig und gleichzeitig uneffektiv unser teures Gesundheitssystem inzwischen geworden ist. Sehr schlimm, sowas.
wahrscheinlich soll der vertrauensarzt klären ob der erkrankte noch an seinen arbeitsplatz zurückkehren kann oder darf-es gibt durchaus gesundheitsschädliche arbeitsplätze-ich würde es jemanden mit lungenkrebs nicht zumuten sich an einen arbeitsplatz zu begeben wo er durch dämpfe noch mehr gefährdet ist-oder soll geklärt werden ob demjenigen eine rente zusteht eben durch eine gefährdung am arbeitsplatz-vertrauensarzt ist nicht immer schlecht gemeint
Das ist natürlich schon heftig-ein Blick aufs Attest und die Sache müsste für den Vertrauensarzt gegessen sein. Unsere Bürokratie wird uns nochmal umbringen...bin mir sicher das das irgendwo in der Betriebsordnung unter Punkt 17 § 3 steht ;-) oder eher :-(
ein harmloseres Beispiel hierzu: hatte mir mal den Arm gebrochen und konnte deswegen nicht am Sport-Unterrricht in der Schule teilnehmen, hatte hierfür auch ein Attest. Nach 4 Wochen "Krankheit" auch mit Attest sollte ich laut der damaligen Schulordnung aber trotzdem beim Schularzt vorstellig werden. Ich zeigte der Sportlehrerin nur meinen Gipsarm und schaute sie eindringlich an....sie hat dort dann einen Anruf getätigt und die Sache war erledigt; wer würde schon 6 Wochen als Simulant mit Gips-Arm rumrennen... Alles Gute für deinen Bekannten/Freund/Verwandten GrüÃe missnina